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Programm
Veranstaltung
- Titel:
- Oratorium Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus
- Wann:
- 29.09.2009 19.30 Uhr
- Wo:
- Hoher Dom -
- Kategorie:
- Oratorium
Beschreibung
Sabine Goetz, Sopran; Monika Walerowicz, Alt;
Jan Kobow, Tenor; Klaus Mertens, Bass
Domkantorei Paderborn; Herrenstimmen des Domchores Paderborn
Mitglieder des Staatsorchesters Hannover und der
NDR Radiophilharmonie Hannover
Leitung: Domkapellmeister Thomas Berning
Eintrittspreise: 25,-/21,-/17,-/13,- € und Ermäßigungen
„Paulus“ – das Stück mit dem Liboritusch
Der Liboritusch ist eine Bläserfanfare aus dem Choral Nr. 16, „Wachet auf ruft uns die Stimme“, des Oratoriums „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, das 1836 beim Düsseldorfer Musikfest Premiere feierte. Ein dort anwesender, namentlich allerdings nicht bekannter Paderborner machte diese eindrucksvolle Stelle als passenden musikalischen Glanzpunkt für das 1000. Jahr der Reliquienüberführung des Heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn aus. Und so spielten Bläser der Domkapelle1836 erstmals den Liboritusch. Mittlerweile wurde das Original etwas in die Länge gezogen, um den Tusch erhabener und majestätischer klingen zu lassen.
Die ursprüngliche, etwa viermal schnellere Version von Felix Mendelssohn Bartholdy ist in diesem Jahr zum ersten Mal im Paderborner Dom zu hören: das komplette Oratorium „Paulus“ wird beim Festival Musica sacra Paderborn 2009 am 29. September um 19.30 Uhr aufgeführt.
Westfälisches Volksblatt, 25: Juli 2009
Das Festivalmotto „Unter einem Himmel“ wird mit der ersten Aufführung des „Paulus“ im Hohen Dom zu Paderborn erfüllt. Dass das Erkennungssignal katholischer Reliquienverehrung beim höchsten kirchlichen Fest des Jahres, Libori, einem Oratorium entstammt, das ein weltoffener, protestantisch getaufter Komponist jüdischer Herkunft unter Rückgriff auf die Tradition Johann Sebastian Bachs schrieb, noch dazu zu einem Choraltext von Philipp Nicolai, der sich als Prediger der lutherischen Untergrundgemeinde im katholischen Köln betätigte und ein unerbittlicher Verteidiger des Luthertums gegen die päpstliche Kirche war, mag manchen überraschen. Wer aber das Werk hört, wird erkennen, wie universell diese Musik ist. Die Lichtsymbolik gerade des „Wachet auf“-Chorals zählt zu den wesentlichen Momenten des Oratoriums und darf als programmatisch für die ganze christliche Gemeinde angesprochen werden. Das Oratorium ist in der ganzen Welt bei allen Konfessionen überaus populär. Die Titelgestalt Paulus lag lange vor den konfessionellen Aufspaltungen. Der Choral von Phililpp Nicolai hat ja auch Eingang ins katholische Gesangbuch „Gotteslob“ gefunden.
Veranstaltungsort
- Ort:
- Hoher Dom
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