Die Liste wird fortlaufend ergänzt!

Namgyal Lhamo

Namgyal Lhamo wurde als Kind tibetischer Eltern zu einer Zeit geboren, in der viele Tibeter – auf Grund der politischen Situation in ihrer Heimat – dem Dalai Lama, ins Exil bis nach Indien folgten. Im indischen Exil, insbesondere in der tibetischen Exilenklave Dharamsala wurden Schulen wie das Tibetan Institute of Performing Arts (TIPA) gegründet, um die traditionelle tibetische Kultur zu bewahren. Die tibetische Musik ist vor allem durch die rituellen, buddhistischen und tantrischen Gesänge über die Grenzen hinaus bekannt geworden. Die eher folkloristischen, weltlichen Traditionen sind jedoch bedeutend weniger bekannt, obwohl gerade dieser Teil der tibetischen Kultur international leicht zugänglich und verständlich ist. Namgyal Lhamo studierte und sammelte am Tibetan Institute of Performing Arts TIPA gerade die vom weltlichen Erbe getragenen Lieder aus den unterschiedlichen Regionen Tibets und die, der Nomadenvölker. Da viele gute Volkssänger nicht die technischen Möglichkeiten hatten, ihre Lieder aufzunehmen, ist die Suche nach der Musik in ihrer ursprünglichen Form sehr schwierig. Mit Unterstützung des heutigen Dalai Lama, der immer noch der Schirmherr des Instituts ist, möchte Namgyl Lhamo die westliche Welt mit den tibetischen Gesängen aus dem eher folkloristischen Bereich vertraut machen. Ihre Musik ist pur und ursprünglich und in keinster Weise an den westlichen Geschmack angepasst. Somit kann diese einzigartige Musik, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, in ihrer Reinform erhalten bleiben. Außerdem widmete sich Namgyal Lhamo während ihrer Ausbildung den traditionellen Tänzen, dem Spiel unterschiedlicher Instrumente und der klassischen Oper. Schon als junges Mädchen gelang es ihr mit ihrer besonderen Stimme die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen, wenn ihre Lieder im Radio zu hören waren. Gerade ihre Ausführungen der „Amdo“, der spezielle Gesang aus dem Heimatlandstrich des heutigen Dalai Lama, sind bei den Tibetern tief verwurzelt. Namgyl Lhamo gibt weltweit Konzerte wie z. B. auf dem Tibetan Freedom Concert der Beastie Boys in New York oder dem letzten World-Musik-Festival in Amsterdam und tritt in vielen Radio- und Fernsehprogrammen auf. Sie begleitet ihre Lieder auf verschiedenen Instrumenten wie die Dranyen (Tibetische Laute). Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt sie in der Spirituellen Nacht am Samstag, 24. September, in der Bartholomäuskapelle auf.

Duo Santoor

Die Santoor ist eine alte persische Form des Hackbretts, verwandt mit dem ungarischen Cymbal und dem griechischen Santouri. Die bis zu 72 Saiten werden mit schmalen Holzschlegeln angeschlagen. In der iranischen Kunstmusik gilt es als ein edles, intimes Instrument und erklingt daher oft solo oder in kleinen Ensembles. Im Jahr 2001 trafen sich zwei Musikstudenten an der Kunst-Universität Teheran. Sie waren beide geradezu elektrisiert von der Santoor, wollten jedoch als Duo die Ausdrucksmöglichkeiten der persischen Zither erweitern. Mit ihrem „Duo Santoor“ sind Poolad Torkamanrad und Rouzbeh Motia das bislang erste Ensemble, das professionell für zwei Santoors komponiert, arrangiert und deren Eigenart aufgreift: der pfeilschnelle Anschlag der Schlegel erfordert eine enge Verzahnung im Spiel der beiden Musiker, und der anhaltende Saitenklang kreiert eine schwebende Mehrstimmigkeit. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt das Duo Santoor in der Spirituellen Nacht am Samstag, 24. September, und bei Klangkultur Islam am Samstag, 8. Oktober, auf.

Lagash

Die junge Formation Lagash hat es sich zum Ziel gesetzt, die irakische Musik auf ein zeitgenössisches Niveau zu heben. Zwei der vier Musiker stammen aus dem Irak, wo sie an der Bagdader Musikhochschule studierten. Hier im Exil haben sie sich zusammengeschlossen, um auf der Basis der traditionellen, irakischen Musik einen neuen, zeitgenössischen Ausdruck orientalischer Musik zu kreieren. Lagash bricht die seit Jahrhunderten feststehenden Formen der traditionellen folkloristischen Musik, wie dem Maqam, auf und rückt instrumentelle Klangstrukturen in den Vordergrund, während der Gesang zurückgesetzt wird. Einzelne Teile der Maqam-Stücke werden anders zusammengefügt, die Tonskalen erweitert. Auch das Prinzip der Harmonisierung, das heißt die Komposition von eigenständigen Begleitstimmen, wird neu in diese klassische Musik eingeführt. Die Stücke von Lagash bestehen wie im Jazz aus komponierten und improvisierten Teilen – Berührungen mit dem Jazz ergeben sich auch durch das Klavier, die Klarinette und Bassklarinette. Im Zentrum der Musik steht aber die irakische Kniegeige Djoze. Die klassischen irakischen Maqam-Instrumente, Djoze, Riq und Tabla gehen mit dem europäischen Klavier und der Klarinette eine ungewohnte, aber sehr harmonische Verbindung ein, die den europäischen ebenso wie den arabischen Zuhörer verzaubert.Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt die Gruppe Lagash bei Klangkultur Islam am Samstag, 8. Oktober, auf.

Nefes in Motion

Nefes bedeutet in der Sufi-Musik soviel wie: “Wenn das Herz voller Freude springt und das Entzücken groß ist und die Erregung zum Ausdruck kommt und gewöhnliche Formen abhanden gekommen sind, ist diese Erregung weder Tanz noch körperlicher Genuss, sondern die Auflösung der Seele.“ (Ibn Taymiya 1263-1328)
Das Ruhrgebietsensemble Nefes in Motion – sämtliche Musiker spielen auch im Transorient Orchestra – vollführt einen musikalischen Brückenschlag zwischen Orient und Okzident, zwischen Tradition und Moderne. Auf der einen Seite stehen traditionelle Kompositionen, die teils seit Jahrhunderten zur Begleitung des Sema-Tanzes gespielt werden: die orientalische Flöte Ney, die das wichtigste traditionelle Instrument in dieser Musik darstellt und orientalische Percussion und Rhythmen. Auf der anderen Seite werden die überlieferten Stücke durch jazzige Harmonien und Improvisationen „modernisiert“ und neue Kompositionen für das Projekt geschrieben. E-Gitarre, E-Violine und Querflöte sorgen mit reichlich elektronischer Bearbeitung für ein weiträumiges Klangbild, ergänzt durch elektronische Percussion, fretless Bass und Saxophon. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt die Gruppe Nefes in Motion bei Klangkultur Islam am Samstag, 8. Oktober, auf.

Marianne Wiemann

Marianne Wiemann studierte bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover sowie bei Dominique Merlet in Paris und David Levine in Düsseldorf. Sie war Teilnehmerin der 27. und 29. Bundesauswahhl “Konzerte junger Künstler/ Podium junger Solisten” und legte 1987 das Konzertexamen ab. Solistische und kammermusikalische Tätigkeit führten sie ins In- uns Ausland; ferner war sie zu Gast bei verschiedenen Rundfunk- und Fernsehanstalten. Seit 1989 unterrichtet Marianne Wiemann an der Städtischen Musikschule Paderborn, seit dem SS 2007 ist sie Lehrbeauftragte für Korrepetition und Kammermusik an der Uni Paderborn. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt sie bei der Eröffnung und in der Spirituellen Nacht am Samstag, 24. September, auf.

 

Kirchenchor der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien

Die Christen in Mesopotamien – auch als Suryoye (Aramäer, Assyrer und Chaldäer) bezeichnet – sind eine ethnische, kulturelle und religiöse Minderheit und die Ureinwohner dieses Gebietes. In Antiochien gab es zur Apostelzeit die erste bedeutende Christengemeinde außerhalb von Jerusalem. Die rechtmäßigen Gründer dieser Gemeinde waren die Apostel Petrus und Paulus. In dieser Gemeinde nannten sich die Christus-Gläubigen zum ersten Mal in der Geschichte „Christianoi = Christen“. Die Kirche von Antiochien hatte vor allem in den ersten Jahrhunderten der christlichen Geschichte einen sehr großen Einfluss auf die Theologie und das kirchliche Leben der Christenheit in der ganzen Welt. Zudem gelang es ihr, das Wissen der Antike zu bewahren und zu verbreiten. Daher wurde sie auch als „Brücke“ zwischen Abend- und Morgenland bezeichnet. Ihre weltberühmten Klöster und Kirchen im Tur Abdîn (Berg der Knechte Gottes), ein Kalksteingebirge im Südosten der Türkei, geben noch heute ein beeindruckendes Zeugnis von der großen spirituellen und geistigen Kraft, die einst von ihnen ausstrahlte. Zur syrisch-orthodoxen Ritus gehört wesentlich eine Gruppe von Männern und Frauen, die als Schola die Liturgie mitgestalten. Ihre Aufgabe liegt in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen mit Liedsätzen, Chorälen und anderen Werken. Der Chor pflegt die Hymnen der syrisch-orthodoxen Kirche in aramäischer Sprache, die Sprache Jesu Christi. An Gesangsstilen kennt der Chor drei Arten: den ekphonetischen, den syllabischen und den melismatischen Stil. Im Jahr 2005 übernahm Mariam Kara im Rahmen ihrer Tätigkeit als ehrenamtliche Kirchenmusikerin die Leitung des Chores. Durch ihre Arbeit und ihr konsequentes Engagement hat sich die junge Chorgemeinschaft zu einem klanglich und musikalisch anerkannten Ensemble, auch über die Grenzen Paderborns hinaus, entwickelt. So gewann der Gemeindechor im Jahr 2006 den Gesangswettbewerb der Suryoye Chorgruppen von Nordrhein-Westfalen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt der Chor in der Spirituellen Nacht am Samstag, 24. September auf.

Duo Sidare

Die beiden Musiker des Duo Sidare, Saad Thamir und Bassem Hawar, kommen aus dem Irak, wo sie am Bagdader Konservatorium neben westlicher Klassik auch in der über tausend Jahre alten arabischen Kunstmusik-Tradition geschult wurden. Saad Thamir war dort als Dozent für Piano und Musikgeschichte und Bassem Hawar Dozent für Violine und Djoze tätig. Sie leben und arbeiten seit dem Jahr 2000 in Deutschland.
Sidare bedeutet soviel wie »Käppi« oder »Schiffchenmütze«. Die Sidare ist eine typische Kopfbedeckung, die nur in Bagdad und bis heute von den Maqam-Rezitatoren beim Musizieren getragen wird. Gespielt und gesungen wird vom Duo Sidare im typischen Bagdader Maqam-Stil, der von der UNESCO im Jahr 2003 als immaterielles Weltkulturerbe auf die Repräsentative Liste aufgenommen wurde. Als Maqam (Plural maqamat), d.h. als „Modus” bezeichnet man die 7-tönigen Tonleitern der arabischen Kunstmusik. Ihre Intervalle zwischen den Tönen beschränken sich nicht nur auf Ganz- und Halbtonschritte wie sie in der abendländischen Musikkultur gebräuchlich sind, sondern werden zusätzlich ergänzt durch Dreivierteltonschritte, sodass eine enorme Vielfalt an Maqamat entsteht. Aber der Begriff Maqam bezeichnet auch den Melodietyp eines Musikstückes, ist jedoch nicht einer bestimmten Tageszeit oder Jahreszeit zugeordnet. Einzelne Maqamat bringen jedoch die filigransten Gemütserregungen zum Ausdruck. Nicht jeder Maqam ist regional gleichermassen gebräuchlich, da Emotionen wie Eifersucht, Trauer, Neugier, Interesse, Freude, Überraschung, Trauer, Wut, Ekel, Verachtung, Angst, Scham, Schuld auch in den verschiedenen Kulturen der arabischen Welt verschiedene Wertigkeiten und Bedeutungen haben. So gibt ca. 150 verschiedene Maqamat, von denen 7 – 15 als Basis-Maqamat gelten. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt das Duo in der Spirituellen Nacht am Samstag, 24. September, im Raum für Kunst auf.

Hildegardis Vokalduo

Das Hildegardis Vokalduo besteht aus den Schwestern Regine und Sibylle Neumüller. Sie lassen die kluge Frömmigkeit der kunstvollen Gesänge der Hildegard von Bingen erklingen. Die beiden Sopranistinnen stammen aus Kaiserslautern und studierten an den Musikhochschulen Mannheim-Heidelberg und Saarbrücken bei renommierten Gesangspädagogen wie Erika Köth und Siegmund Nimsgern. Regine Neumüller arbeitet freischaffend, Sibylle Neumüller ist Mitglied des MDR-Rundfunkchors Leipzig. Beide haben als Solistinnen ein umfangreiches Repertoire in Oratorium und Lied und sangen mit berühmten Partnern wie Klaus Mertens, Wilfried Jochens und vielen anderen. Sowohl solistisch als auch als Duo traten sie bereits beio vielen renommierten Veranstaltungen auf. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt das Duo in der spirituellen Nacht am Samstag, 24. September, in der Franziskanerkirche auf.

 

Duo Müller-Baltrusch

Jonathan Müller und Anna-Victoria Baltrusch vom Duo Müller-Baltrusch werden von der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des deutschen Musikrats gefördert und gehören damit zu den vielversprechendsten Nachwuchsmusikern, die Deutschland derzeit zu bieten hat. Obwohl beide noch jung an Jahren sind, haben sie bereits gefeierte Karrieren vorzuweisen. Jonathan Müller wurde mehrfach mit dem ersten Preis „Jugend musiziert“ auf Bundesebene ausgezeichnet – sowohl in der Solowertung als auch in der Kategorie Kammermusik. Darüber hinaus spielte der Trompeter bereits in renommierten Ensembles wie dem Bundesjugendorchester der Berliner Philharmonie. Anna-Victoria Baltrusch steht dem in nichts nach. Schon im Alter von 13 Jahren studierte sie Klavier an der Universität der Künste Berlin, zwei Jahre später nahm sie das Fach Orgel dazu. Sie belegte den 1. Platz beim Klassikpreis der Stadt Münster und wurde mit dem 1. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb Wiesbaden ausgezeichnet. Anna-Victoria Baltrusch ist eine europaweit gefragte Kammermusikpartnerin, Liedbegleiterin und Continuo-Spielerin. Zurzeit arbeitet sie unter anderem als Organistin der Evangelischen Matthäuskirche in Freiburg. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt das Duo Müller-Baltrusch im Rahmen der “Landpartie: Allein Gott in der Höh sei Ehr” am Sonntag, 25. September, in der Kirche Sankt Heinrich und Kunigunde in Paderborn-Schloß Neuhaus auf.

Ensemble Horizonte

Das Detmolder Ensemble Horizonte widmet sich seit 1990 in variabler Besetzung vom Duo bis zur 16-köpfigen Formation nicht nur aber vor allem der zeitgenössischen Musik. Wichtiger als jede stilistische Festlegung war und ist der Wunsch, durch thematische Schwerpunkte und das Eingehen auf spezifische Raumsituationen Kontexte zu stiften, die auch dem unvorbereiteten Hörer Orientierung in der Klangwelt der Moderne vermitteln. So dienen Beziehungen zwischen Tradition und Moderne sowie Wechselwirkungen zwischen Musik und anderen Kunstgattungen als Schlüssel für neue Erlebnisperspektiven, die auch einem breiten Publikum ohne Vorkenntnis – aber auch ohne Scheu vor neuen Hörerfahrungen – die spannende Welt zeitgenössischer Klangsprachen öffnen. Das Ensemble Horizonte arbeitet mit verschie- denen Theatern, mit namhaften Gastkünstlern und Komponisten, mit deutschen Rundfunk- anstalten und vielfältigen Veranstaltern im In- und Ausland zusammen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt das Ensemble Horizonte am Montag, 26. September, das Konzert “Kontrapunkte: Bach und die Moderne” im Audienzsaal in Paderborn-Schloß Meuhaus.

Ina Siedlaczek

Ina Siedlaczek erhielt von frühauf eine breit gefächerte musikalische Ausbildung. Sie erlernte Violine, Viola, Klavier und Orgel und ließ sich noch zu Schulzeiten als nebenamtliche Kirchenmusikerin ausbilden. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie bei Irmhild Wicking an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, bei Heidrun Luchterhandt (Hochschule für Kirchenmusik, Heidelberg) sowie bei Prof. Vera Scherr in Mannheim in der Zeit von 1998 – 2005. Parallel dazu schloss sie ihr Musiktherapiestudium in Heidelberg 2001 mit dem Diplom ab. Ina Siedlaczek war Stipendiatin der Studienstiftung „Cusanuswerk“. Derzeit arbeitet sie mit Prof. Mechthild Böhme in Detmold. Wichtige Anregungen erhielt sie in Kursen bei Karl Hogset und Barbara Schlick. Ina Siedlaczek ist sowohl als Solistin im oratorischen Fach, wie als solistische Ensemblesängerin gefragt. Neben der klassischen oratorischen Literatur widmet sie sich insbesondere der stilgerechten Interpretation von Vokalmusik der Zeit vor Johann Sebastian Bach. Von 2002 bis 2006 war sie Sopranistin im “arnolt-schlick-Ensemble” für Alte Musik, Heidelberg. Sie ist Mitglied und Solistin beim Vokalensemble Rastatt. Das Jahr 2010 brachte Einladungen zu CD- und Rundfunkaufnahmen und zahlreichen Konzerten mit den renommierten Ensembles ”Himmlische Cantorey” und „amarcord“. Ina Siedlaczek ist Gast bei unterschiedlichen Musikfestivals, u. a. „Schütztage Dresden“, „Kasseler Musiktage“, „Thüringer Bachfest“, „Dalheimer Sommer“. Als Stimmbildnerin wirkt sie seit 2007 an der Domsingschule Paderborn. Als Lehrbeauftragte ist sie an der Universität Paderborn und für die Hochschule für Musik Detmold tätig (Projekt „SMS“, Singen macht Sinn). Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Ina Siedlaczek am Dienstag, 27. September, die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach im Hohen Dom zu Paderborn.

Andreas Post

Andreas Post studierte bei Prof. Soto Papulkas an der Folkwang-Hochschule in Essen. Der gebürtige Arnsberger studierte zunächst Schulmusik, wechselte aber dann in den Bereich Musiktheater / Gesang. 1998 erhielt er einen zweiten Preis beim 11. Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig sowie einen Sonderpreis des MDR. Seine rege Konzerttätigkeit führt den Stipendiaten des Richard Wagner-Verbandes Köln immer wieder über die Grenzen Deutschlands hinaus, zuletzt nach Südafrika, die Ukraine und Singapur. Posts besonderes Engagement gilt auch dem Kunstlied, dem er sich seit 1995 gemeinsam mit der Pianistin und Liedbegleiterin Tatjana Dravenau intensiv widmet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sind drei Solo-CDs, zuletzt 2008 “Die schöne Müllerin” von Franz Schubert erschienen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Andreas Post am Dienstag, 27. September, die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach im Hohen Dom zu Paderborn.

Cornelia Salje

Cornelia Salje wurde in Donauschingen geboren und sammelte ihre ersten musikalischen Erfahrungen auf der Violine und Viola. Sie studierte Gesang bei Heiner Eckels in Detmold und Margreet Honig in Amsterdam. Während ihres Studiums in Detmold gründete sie mit verschiedenen Instrumentalisten das Ensemble „Horizonte“. Immer wurde und wird sie im In‑ und Ausland für die großen Oratorien und Messen von Bach, Händel und Mendelssohn eingeladen. Ihr erstes Festengagement führte Cornelia Salje nach Osnabrück , wo sie u. a. den Ruggiero in Händels Alcina, die Nancy in Brittens Albert Herring und den Fjodor in Moussorgskys Boris Godounow sang. Cornelia Salje war von 2001 bis 2008 festes Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie u. a. als Cherubino in Le nozze di Figaro zu sehen und zu hören war. Sie sang die Mila in Janaceks Oper Osud in der Neuinszenierung von David Pountney. An der Wiener Volksoper sang sie viele Jahre den Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Cornelia Salje am Dienstag, 27. September, die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach im Hohen Dom zu Paderborn.

Klaus Mertens

Klaus Mertens erhielt schon während seiner Schulzeit Gesangsunterricht. Nach dem Abitur studierte er Musik und Pädagogik, darauf folgte zunächst eine pädagogische Laufbahn. Seine Gesangsausbildung, die er mit Auszeichnung abschloss, erhielt der gebürtige Niederrheiner bei den Professoren Else Bischof-Bornes, Jakob Stämpfl i und Peter Massmann. Unmittelbar danach begann eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Der Bassist arbeitete sowohl mit namhaften Dirigenten wie Frans Brüggen, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Ton Koopman und Nikolaus Harnoncourt als auch mit bedeutenden Orchestern wie beispielsweise dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Jerusalem Symphony Orchestra, den großen Orchestern Berlins und dem Chicago Symphony Orchestra zusammen. Klaus Mertens, der bei zahlreichen internationalen Festivals ein gern gesehener Gast ist, gilt als namhafter und gefragter Interpret insbesondere der barocken Oratorienliteratur. So erfolgte unter verschiedenen Dirigenten die wiederholte Aufnahme der großen Vokalwerke Bachs. Die Produktion sämtlicher Bach-Kantaten, gemeinsam mit Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra, wurde im Oktober 2003 abgeschlossen. Mit dem Projekt waren große Tourneen in Europa, Amerika und Japan verbunden. Zu Mertens’ Repertoire zählen ebenso die Konzertliteratur der Romantik, u. a. die Oratorien “Elias” und “Paulus” von Mendelssohn, als auch Werke großer Komponisten des 20. Jahrhunderts wie beispielsweise Hindemiths “Requiem” und Strawinskys “Oedipus Rex”. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen im In- und Ausland sowie eine umfangreiche Diskografie von mehr als 120 CDs belegen seine Vielseitigkeit. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Klaus Mertens am Dienstag, 27. September, die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach im Hohen Dom zu Paderborn.

Concerto con Anima

Das Orchester Concerto con Anima wurde 2007 von der Geigerin Ingeborg Scheerer und dem Bratschisten Andreas Gerhardus ins Leben gerufen und ging aus der 1991 gegründeten »Johann Christian Bach-Akademie« hervor. Der Wunsch, das Repertoire auch über die barocke und klassische Epoche hinaus zu öffnen, machte eine Namensänderung notwendig. Nun werden auch Projekte mit Kompositionen bis ins heutige Jahrhundert möglich und werden mit dem jeweils passenden Instrumentarium verwirklicht. Nach wie vor ist die langjährige Erfahrung Ingeborg Scheerers im Bereich der »Alten Musik« als Konzertmeisterin von Orchestern wie eben der »Johann Christian Bach-Akademie« oder »La Stagione Frankfurt«, sowie als Primaria im 2004 gegründeten »Pleyel Quartett Köln« tragendes Element des Ensembles. Alle Mitspieler können auf jahrelange Erfahrung in deutschen und europäischen Spitzenensembles zurückblicken. Der Name drückt das erste Anliegen von Concerto con Anima aus: dem »Beseelten« in der Musik und dem »Beseelten« im immer wieder augenblicklich entstehenden Miteinander einen angemessenen Platz zu geben. Daraus resultiert das hervorstechendste Merkmal von Concerto con Anima, stilgerechte Artikulation mit subtiler Kantabilität zu verbinden und die Fähigkeit, Chöre und Solisten perfekt und sensibel zu begleiten. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt das Orchester Concerto con Anima am Dienstag, 27. September, die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach im Hohen Dom zu Paderborn.

Bettina Pieck

Die gebürtige Plettenbergerin Bettina Pieck (Alt) studierte zunächst Evangelische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold, welches sie 1996 mit dem Staatlichen A-Examen für Kirchenmusik erfolgreich abschloss. Danach widmete sie sich ihren Gesangsstudien bei Prof. Heiner Eckels in Detmold und legte die Künstlerische Reifeprüfung im Fach Gesang mit sehr gutem Erfolg ab. Meisterkurse rundeten ihre Gesangsausbildung ab. Von 1996-2002 war Bettina Pieck hauptamtliche Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Schloß Holte-Stukenbrock. Seit 2002 ist sie Mitglied des Rundfunkchores Berlin. Sie konzertiert als Lied-und Oratoriensängerin und trat als Solistin unter Dirigenten wie Marc Minkowski, Marek Janowski, Tonu Kaljuste, Tomas Netopil und Simon Halsey in der Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin sowie beim Festival in Aix-en-Provence auf. Zu ihrem Konzertrepertoire gehören vor allem Werke von Bach, Beethoven, Brahms, Händel, Mendelssohn, Mahler, Schumann und Wolf. Sie nahm zudem an zahlreichen Rundfunk-und CD-Produktionen teil. Darüber hinaus ist sie als Dozentin für Gesang an der Landesmusikakademie NRW tätig und ist Stimmbildnerin der Choralsingschule Gütersloh und des Bachchores Gütersloh. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Bettina Pieck in Carl Loewes “Das Sühnopfer des Neuen Bundes” am Sonntag, 25. September, in der Abdinghofkirche in Paderborn.

Judith Utz

Die in Süddeutschland geborene Sopranistin Judith Utz wurde schon früh von der Musik geprägt. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht, mit neun fing sie an, zusätzlich klassischen Saxophonunterricht zu nehmen. Mit dem Saxophon spielte sie später in verschiedenen Orchestern, darunter das Symphonische Jugendblasorchester Baden-Württemberg unter der Leitung von Felix Hauswirth, dessen Konzertreisen sie nach Frankreich und Brasilien führten. Mit 16 Jahren erhielt sie ihren ersten Gesangsunterricht. Nach dem Abitur begann sie ihr Medizinstudium an der Charité Berlin. Schnell von ihrem Irrtum in der Studienwahl überzeugt, brach sie das Medizinstudium ab und studierte noch drei Semester Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an der FU Berlin. Während dieser Zeit bereitete sie sich auf die Aufnahmeprüfungen vor, die sie 2008 zur Hochschule für Musik in Detmold führten. Dort studierte sie zwei Jahre bei Prof. Sabine Ritterbusch. Im Herbst 2009 sang sie die Partie des Sigismondo in einer Aufführung der Oper „Arminio“ von Händel mit dem Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl. Zum Sommersemester 2010 wechselte sie mit ihrer Professorin an die HMTM Hannover. Dort studiert sie ab Herbst 2011 im achten Semester. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Judith Utz in Carl Loewes “Das Sühnopfer des Neuen Bundes” am Sonntag, 25. September, in der Abdinghofkirche in Paderborn.

Wolf Matthias Friedrich

Wolf Matthias Friedrich studierte Gesang an der Hochschule für Musik “Felix Mendelssohn Bartholdy” in Leipzig. 1980 war er Preisträger des Internationalen Dvořák-Wettbewerbes in Karlovy Vary. Von 1982 bis 1986 war Wolf Matthias Friedrich Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Dresden. Zahlreiche Opern- und Konzertverpflichtungen unter Dirigenten wie Howard Arman, Michel Corbos, Alessandro De Marchi, Rafael Frühbeck de Burgos, Kurt Masur, Jan Willem de Vriend, David Timm und viele andere führten ihn in Opern- und Konzerthäuser sowie zu Festivals aller Kontinente. Zahlreiche Rundfunk- sowie über 50 CD- und DVD-Produktionen zeugen von seiner großen Variabilität, die von der Musik des Frühbarock bis zur Moderne reicht. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt der Bassist Wolf Matthias Friedrich in Carl Loewes “Das Sühnopfer des Neuen Bundes” am Sonntag, 25. September, in der Abdinghofkirche in Paderborn.

Lothar Blum

Der Tenor Lothar Blum hat an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Brigitte Dürrler Gesang studiert. Ergänzende Impulse erhielt er durch die Teilnahme an Meisterkursen, u. a. bei Peter Schreier, Kurt Equiluz und dem Hilliard Ensemble. Sein Hauptinteresse gilt den Vespern, Passionen und Oratorien von Monteverdi bis Mendelssohn Bartholdy. Schwerpunkte seines Repertoires sind die virtuosen Koloratur-Arien bei Händel und Bach sowie in besonderer Weise die Evangelistenpartien. Darüber hinaus hat er in Produktionen von Opern aus unterschiedlichen Epochen, vom Barock bis ins Zwanzigste Jahrhundert hinein, mitgewirkt. Lothar Blum hat unter anderem mit Hermann Max, Christoph Spering, Peter Neumann, James Conlon und Arvo Pärt gearbeitet, wie teilweise durch CD- und Rundfunk-Aufnahmen dokumentiert ist. Er singt regelmäßig bei Musica Fiata/La Capella Ducale unter Roland Wilson. Im Gesualdo Consort Amsterdam hat er unter Harry van der Kamp gesungen und war Gast bei den Tagen Alter Musik in Herne, den Thüringer Bachwochen und den Händel-Festspielen in Göttingen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Lothar Blum in Carl Loewes “Das Sühnopfer des Neuen Bundes” am Sonntag, 25. September, in der Abdinghofkirche in Paderborn.

Wolfgang Seidenberg

Wolfgang Seidenberg, geboren im Jahr 1962 in Troisdorf, absolvierte seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Es folgten Engagements am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Wien, am Mousonturm Frankfurt, regelmäßig bei den Bad Hersfelder Festspielen während der Intendanz von Peter Lotschak. Fernsehzuschauern ist er seit Jahren aus der Serie MARIENHOF bekannt. Außerdem wirkte er in den Kinofilmen SCHINDLERS LISTE und MEIN TRAUM oder DIE EINSAMKEIT IST NIE ALLEIN, sowie in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Wolfgang Seidenberg in dem Schauspiel “Die Legende vom Heiligen Trinker” am Donnerstag, 29. September, in der PaderHalle in Paderborn.

 

Lisa Wildmann

Lisa Wildmann wurde 1974 in Linz (Österreich) geboren. Sie absolvierte eine Tanzausbildung und anschließend ihre Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg. Von 1998 bis 2002 war sie am Landestheater in Linz, von 2002 bis 2005 am Theater Bielefeld engagiert, von 2005 bis 2010 am Staatstheater Stuttgart. Eine Auswahl ihrer Rollen in Linz: Adela in F.G. Lorcas “Bernarda Albas Haus”, Stella in T. Williams’ “Endstation Sehnsucht” und Meroe in H. v. Kleists “Penthesilea” (alle unter der Regie: Bernarda Horres). Ihre Rollen in Bielefeld: Julia in “Romeo und Julia” (Regie: Christian Schlüter), Effi Briest (Regie: Michael Heicks), u.a. Wichtige Rollen in Stuttgart: Doris in “Kein Schiff wird kommen”, UA, (N.Stockmann), Regie: Annette Pullen, (eingeladen zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, Mühlheimer Theatertage, Heidelberger Stückemarkt 2010), “Fundament”, UA, (Jan Neumann), Regie: Jan Neumann, (eingeladen zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters Berlin 2010), Julie in “Frl. Julie” (A. Strindberg), Regie: B. Brüesch, Medea in “Medea” (nach Euripides), Regie: Volker Lösch, “Das Werk” (E. Jelinek), Regie: Jan Ritsema, “Missionen der Schönheit”, UA, (Sibylle Berg), Regie: Hasko Weber, Anna in “Väter und Söhne” (I. Turgenjev), Regie: Friederike Heller. Gastengagements bei diversen Festspielen, u.a. Salzburger Festspiele, Gmundner Festwochen. Film-Arbeiten u.a. mit Barbara Albert (“Böse Zellen”) und Ulrike Schweiger (“Twinni”). Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Lisa Wildmann in dem Schauspiel “Die Legende vom Heiligen Trinker” am Donnerstag, 29. September, in der PaderHalle in Paderborn.

Ernst Konarek

Geboren 1945 in Wien. Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Seit 1968 in der BRD. Erstes Engagement am Staatstheater Braunschweig, dann von 1970-1979 Engagement am Schauspielhaus Bochum (Intendanz Peter Zadek). Dazwischen mehrere Gastspiele an der Freien Volksbühne in Berlin (Intendanz Kurt Hübner). Danach drei Jahre Engagement am Schauspiel Frankfurt (Intendanz Peter Palitzsch); Fernseharbeiten am HR. Anschließend eine Tournee mit Franz Xaver Kroetz. 1984-1988 Engagement am Nationaltheater Mannheim (Intendanz Jürgen Bosse). Umfangreiche Arbeit in Film und Fernsehen, u.a. “Tatort”, “Kommissar Rex”, 1978-1981 Horrak in der ZDF-Fernsehserie “Kottan ermittelt”. Seit 1978 freier Mitarbeiter am HR, SDR bzw. SWR. Arbeiten als Autor, Sprecher, aber auch als Interpret von Chansons des Wiener Kabaretts der 50er und 60er Jahre (Leopoldi, Bronner, Wehle, Kreisler). Seit 1997 Zusammenarbeit mit dem “Carmina Quartett” für die “Kyburgiade”, dem sommerlichen Musikfestival in Winterthur. Seit 1999 eigene Regiearbeiten für Musik- und Sprechtheater. Er ist seit 1988 im festen Engagement am Schauspiel der Staatstheater Stuttgart. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Ernst Konarek in dem Schauspiel “Die Legende vom Heiligen Trinker” am Donnerstag, 29. September, in der PaderHalle in Paderborn.

Ensemble Sarband

Sarband bedeutet Verbindung – das besagt schon der Name, der aus der nahöstlichen Musiktheorie stammt und für die improvisierte Brücke steht, die zwei Kompositionen miteinander verknüpft. Ensembleleiter Dr. Vladimir Ivanoff, der Sarband 1986 gründete, ist als Forscher und Musiker ein Brückenbauer zwischen Kulturen, Menschen und Zeiten: Seine Programme vereinen Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Hintergründen, vermitteln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Alter Musik und lebendigen Traditionen. In der Welt von Sarband musizieren KünstlerInnen aus Bulgarien, der Türkei, dem Libanon, dem Irak, Schweden, China, England, Japan, Italien und Deutschland miteinander. Die Zusammenarbeit innerhalb des Ensembles ist kein modisches Crossover-Treffen, sondern kontinuierlich angelegt und ein gleichberechtigter Dialog. Jeder Künstler bringt uneingeschränkt seine heimische Tradition, seine eigene Geschichte und seine persönliche Kreativität in die Programme ein. Stehen heute meist die religiösen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Differenzen zwischen Orient und Okzident im Vordergrund, so will Sarband zeigen, dass die Musik nicht nur Dekor, sondern weltoffenes Medium gegenseitigen Respekts war und auch heute noch sein kann: ein Beispiel für Verständnis und Anerkennung, ein Exempel des Friedens. Programme mit Repertoire aus der Alten Musik verbinden die historische Aufführungspraxis Europas mit den lebendigen Traditionen des Mittelmeerraums. In Kooperationen mit anderen Ensembles und Orchestern (Berliner Philharmoniker, Chorus Sine Nomine, Modern String Quartet, King’s Singers, Concerto Köln, Mystère des Voix Bulgares) werden Differenzen zwischen Kulturen und Religionen, zwischen Alt und Neu hinterfragt. Die vielfältigen Programme von Sarband bieten – in verschiedenen Ensemblegrößen, die von intimen Besetzungen bis hin zum Orchester reichen – die unterschiedlichsten meditativen, mitreißenden, manchmal humorvollen Stimmungen. Gemeinsam ist ihnen immer die Intention, ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Kulturen aufzuzeigen und sinnlich erfahrbar zu machen. Mit diesem einmaligen Repertoire hat sich Sarband international einen Namen gemacht, veröffentlichte mehr als zwanzig CDs und musizierte auf vielen internationalen Festivals. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt und singt das Ensemble Sarband “Die Arabische Passion nach Johann Sebastian Bach” am Freitag, 30. September, in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Antje Wenzel

Antje Wenzel, geboren vor 37 Jahren in der Nähe eines Fußballplatzes, spielt seit frühester Kindheit Gitarre, Klavier, Trompete und Tischtennis. Für zwei vergangene Musica sacra Festivals hat sie Programme für Kinder und Erwachsene komponiert; da macht sie keinen Unterschied. Als Mutter von zwei Kindern weiß sie, wo Spaß anfängt (und wo er aufhört). In ihrer Feizeit spielt sie am Liebsten Jazz-Gitarre und liest Bücher mit kurzen Sätzen. Die Zusammenarbeit mit Erwin Grosche hat bereits zu gefeierten Auftritten vor dem Paderborner und hinter dem Kölner Dom geführt und auch vor Nashörnern und Murmeltieren haben sie zusammen Lieder und Quatschgedichte zum Besten gegeben. “Das entscheidende Spiel” ist bereits die dritte theatralische Co-Produktion. Zuletzt produzierten sie mit “Strumpf ist futsch” ein erfolgreiches Hörspiel im WDR und gemeinsam mit den “Flamingos” die CD “Wir sind wie die Sterne”. Als nächstes ist ein Stück über Wasserfälle geplant. Zum Festival Musica sacra Paderborn 2011 steuert Antje Wenzel das Kindersingspiel “Das entscheidende Spiel” am Samstag, 01. Oktober, und Sonntag, 9. Oktober, in der alten Turnhalle des St. Michaelsklosters  in Paderborn bei. Sie hat das Stück zusammen mit Erwin Grosche eigens für Musica sacra geschrieben.

Erwin Grosche

Erwin Grosche wurde 1955 in Berge/ Anröchte (Westfalen) geboren. Er lebt heute als Kabarettist, Schauspieler, Autor und Filmemacher in Paderborn. Neben Kleinkunst- und Theaterproduktionen schreibt er Bücher und dreht Filme. Seine Kinderbücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Er arbeitete als Schauspieler mit Doris Dörrie, Sven Severin, Margarete von Trotta und anderen. 1999 erhielt er den „Deutschen Kleinkunstpreis“ und wurde im Jahre 2000 Kulturpreisträger der Stadt Paderborn. Seit 2003 ist er Schirmherr von UNICEF PADERBORN und seit 2009 Botschafter der „Stiftung Lesen“. Im Jahre 2007 erhielt er den Peter-Hille-Literaturpreis für Kabarett und poetische Kleinkunst. Sein Lebenswerk wurde 2010 in der Ausstellung „Westfälische Kabarettheroen“ gewürdigt. Im Augenblick mäht er gerne Rasen und geht mit seinem Hund spazieren. Zum Festival Musica sacra Paderborn 2011 steuert Erwin Grosche das Kindersingspiel “Das entscheidende Spiel” am Samstag, 01. Oktober, und Sonntag, 9. Oktober, in der alten Turnhalle des St. Michaelsklosters  in Paderborn bei. Er hat das Stück zusammen mit Antje Wenzel eigens für Musica sacra geschrieben.

Jacques Loussier Trio

Als Jacques Loussier 1959 anfing, mit Play Bach seinen verjazzten Bach zum Besten zu geben, ahnte selbst sein Decca-Produzent nicht, dass bis 1965 fünf Titel mit Millionenauflagen verkauft würden. In Paris, London, Berlin, in Sydney oder New York vereinte und polarisierte Loussier die Klassik- und Jazzwelt.  Als Pionier, ja Vater des Crossover wird er heute gerne angesehen, und Glenn Gould attestierte seinen guten Geschmack mit den Worten „Play Bach is a good way to play Bach“. Nach den turbulenten 60er und 70er Jahren, in denen neben jährlich 200 Auftritten weltweit Loussier auch eine Anzahl von Kompositionen für Hollywood-Produktionen lieferte, beschränkte er sich mit seiner 2. Trioformation auf die Verfeinerung seiner Arrangementkunst. Kein Wunder, dass auch die junge Generation Jacques Loussier für sich entdeckt. In Hongkong, Singapur oder in Südkorea, aber auch in Lissabon, Budapest oder Moskau, sorgte überwiegend junges Publikum für ausverkaufte Säle. Als Komponist ist Loussier nach wie vor gefragt: Er schrieb 2006 für Yehudi Menuhin-Gesellschaft in Gstaad ein Violinkonzert und eine seiner Orchesterkompositionen wurde vom Star-Rapper Eminem bearbeitet. Im August 2008 ist ein Quintett Loussier beim Festival LaJolla in San Diego, USA uraufgeführt. Noch im Zeichen des großen Jubiläums „50 Jahre Play Bach“ spielt das JLT verstärkt Erfolgsstücke aus den frühen Jahren. Dazu gehört sicherlich die Aria in G, der Loussier in Großbritannien den Beinamen Mr G-String zu verdanken hat. Ende Juli 2010 ist Jacques Loussier in Stuttgart „German Jazz Trophy“ verliehen worden. Für ihn, der sich nie als einen Jazzmusiker sieht, bedeutet dies die überfällige Anerkennung der Jazzer. Nicht lange zuvor, im Rahmen des Bachfestes 2008, huldigte das Bacharchiv, die höchste Autorität weltweit um  Johann Sebastian Bach,  dem Verdienst Loussiers für die Verbreitung und Pflege der Werke Bachs. Für die Leipziger Volkszeitung steht nicht mehr die Frage „darf er“ Bach so spielen, sondern das Imperativ „er muss“. Ferner „ Play Bach ist strukturell durchdacht, so skrupulös generiert, dass das Konzept nicht nur fürs jazzoide Häppchen taugt, sondern auch für die Großform“. Das Trio is ein „fabelhaftes“. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt das Jacques Loussier Trio am Samstag, 1. Oktober sein weltweit gefeiertes Programm Play Bach in der PaderHalle in Paderborn.

David Gazarov

David Gazarov wurde 1965 in Baku in Aserbaidschan geboren und spielt seit seinem vierten Lebensjahr Klavier und klassische Musik. Die Probenbesuche bei der Big Band seines Vaters brachten ihm aber auch Jazz nahe. Gazarov studierte in Baku und Moskau. Noch während seiner Zeit als Student gewann er die „Trans-Caucasian Competition for Classical Music“ und die „International Competition for Jazz-Pianists“ in Polen. Im Jahr 1991 unterschrieb David Gazarov seinen ersten internationalen Plattenvertrag bei dem deutschen Label „Anima Records“. Im Zuge dessen ging er nach München, wo er bis heute ein zweites Zuhause hat. Knapp acht Jahre später wurde er mit dem Bayerischen Staatlichen Förderpreis ausgezeichnet. David Gazarov ist seit Anfang der 90er Jahre ein gefragter Solo- und Ensemblepianist. Er spielte mit vielen namhaften Musikern, wie etwa Bobby Durham, Chuck Israels, Martin Drew und Bill Goodwin. Als Solopianist trat er unter anderem in der Dresdner Semperoper, bei den Jazz-Open in Stuttgart, bei den Mozart Festspielen in Würzburg, den Wagner Festspielen in Bayreuth, beim Schleswig Holstein Musikfestival oder beim Montreux Jazz Festival in der Schweiz auf. In den letzten Jahren arbeitete der Pianist an einer ganzen Reihe von Crossover-Projekten mit herausragenden klassischen Musikern und Orchestern wie der Bamberg Symphonic Big-Band und dem Philharmonischen Orchester Dresden. Zurzeit ist David Gazarov mit einem Konzertprogramm unterwegs, in dem er klassische Musik mit der Welt des Jazz vereint – ähnlich wie der Altmeister Jacques Loussier es mit Play Bach zu tun pflegte, für den er heute einspringt. Das genaue Programm legen die Musiker erst kurz vor Beginn des Konzertes fest. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 vertritt David Gazarov am Samstag, 1. Oktober Jacques Loussier, der aus gesundheitlichen Gründen leider absagen musste.

Domchor Paderborn

Die traditionsreiche Geschichte des Paderborner Domchors lässt sich bis in die Zeit des Bischofs Hathumar (806-815) zurückverfolgen. Mit Beginn des 13. Jahrhunderts werden erstmals Namen von Kantoren genannt, zu deren Aufgaben es gehörte, Domschüler als Nachwuchssänger auszubilden. Heute wählt der Domkapellmeister die Sängerknaben des Domchores aus den Paderborner Grundschulen und den umliegenden Gemeinden aus. Bevor die Begabtesten von ihnen in den Chor aufgenommen werden, absolvieren sie eine einjährige Vorschule zur Stimmbildung und lernen die musikalische Elementarlehre. Zum Repertoire des Paderborner Domchores gehören unter anderem Messen und Motetten der Wiener Klassik, Chormusik der Romantik und zeitgenössische Werke. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt der Domchor am Sonntag, 2. Oktober im Hohen Dom zu Paderborn.

Ruben Johannes Sturm

Applaus für den Organisten gibt es im Gottesdienst eher selten – es sei denn, es handelt sich um Ruben Johannes Sturm. Das Ausnahmetalent wird regelmäßig mit Beifallsbekundungen belohnt, so begeistert sind die Gläubigen von seinem Orgelspiel. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Ruben Johannes Sturm am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut in seiner Geburtsstadt Speyer am Rhein. Anschließend studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main Kirchenmusik und Künstlerisches Orgelspiel. Während dieser Zeit entpuppte sich Ruben Johannes Sturm als außergewöhnliches Improvisationstalent, das im Jahr 2008 mit einer besonderen Auszeichnung belohnt wurde: Beim Eichstätter Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ wurde ihm der 1. Preis verliehen – eine ganz besondere Ehre, denn dieser war zuvor seit 1993 nicht mehr vergeben worden. Sturm arbeitet zurzeit als Domorganist in der Bischofsstadt Rottenburg und ist Professor an der Hochschule für Kirchenmusik. Außerdem ist er als gefragter Konzertorganist regelmäßig im In- und Ausland unterwegs. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt Ruben Johannes Sturm zusammen mit dem Arnold Schoenberg Chor Wien am Sonntag, 2. Oktober die “Landpartie: Orgel- und Vokalwerke von Bach” in der Kirche Sankt Johannes Baptist Wewer.

Arnold Schoenberg Chor Wien

Der 1972 von seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner gegründete Arnold Schoenberg Chor zählt zu den vielseitigsten und meist-beschäftigten Vokalensembles Österreichs. Das Repertoire reicht von der Renaissance- und Barockmusik bis zur Gegenwart mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Das besondere Interesse des Chores gilt der A-cappella-Literatur, aber auch große Chor- Orchester-Werke stehen immer wieder auf dem Programm. Weitere Schwerpunkte sind die Mitwirkung bei Opernproduktionen und Opernaufführungen des Theaters an der Wien; die Produktion der Wiener Festwochen von Janaceks Aus einem Totenhaus (Regie: Patrice Chéreau) unter Pierre Boulez wurde zur besten Aufführung des Jahres 2007 unter allen Opernproduktionen im deutschsprachigen Raum gewählt. Seit mehr als 30 Jahren besteht eine enge Kooperation mit Nikolaus Harnoncourt; der Arnold Schoenberg Chor unternimmt zahlreiche Konzertreisen und ist seit Jahren bei den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, bei Wien Modern, dem Carinthischen Sommer und der styriarte Graz zu Gast. 1994 wurde der Chor von einer internationalen Jury mit dem „Classical Music Award“ ausgezeichnet. 1996 nahm der Chor unter seinem künstlerischen Leiter Erwin Ortner das gesamte weltliche Chorwerk Franz Schuberts auf und erhielt dafür den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“, den „Diapason d‘or“, den „Prix Caecilia“ und den „Grand Prize of the Academy Awards 1997“. Die Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion unter Nikolaus Harnoncourt wurde 2002 mit einem „Grammy“ ausgezeichnet. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt der Arnold Schoenberg Chor Wien am Sonntag, 2. Oktober die “Landpartie: Orgel- und Vokalwerke von Bach” in der Kirche Sankt Johannes Baptist Wewer und die “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Frank Düwel

Frank Düwel, geb. 1963 in Lübeck, lebt in Hamburg. Er studierte in Erlangen Theaterwissenschaft, Pädagogik und Literaturwissenschaft mit dem Examensschwerpunkt in der Darstellerausbildung. Private Studien führten ihn zu Yoshi Oida (Nô-Theater).  Er lehrte an der Schule für Schauspiel und der Universität Hamburg sowie an der FH und der Universität Kiel. Seit 1999 ist er künstlerischer Leiter der „norden-theaterproduktion“, mit der er zahlreiche freie Projekte realisierte und arbeitet als freier Regisseur für Musiktheater und Schauspiel. Seit 2000 ist er Mitglied der UNESCO ITI Germany, u.a. mit Projekten in Manila (Philippinen), Madrid und Xiamen (China). 1997-2002 war er Regisseur und Dramaturg am Theater Lübeck, 2003-2007 Oberspielleiter und stellvertretender Intendant am Theater Heilbronn mit dem Schwerpunkt Operette und Musical. Seit 2009 ist er Dozent für Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie künstlerischer Leiter des KulturSommers am Kanal der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Zu seinen großen Produktionen gehören Open Air Produktionen direkt an der Nordsee, darunter zweimal „Der Schimmelreiter“ in einer selbst eingerichteten Fassung, „Medea“ und „Lear, König am Meer“. Beim Festival Musica sacra Paderborn inszenierte er 2005-2009 die drei Kirchenopern von Benjamin Britten als Koproduktionen mit dem Landestheater Detmold mit Anregungen aus dem Nô-Theater. Am Landestheater inszenierte er auch eine umjubelte Produktion von „Lucia di Lammermoor“. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 ist er der Regisseur für das Projekt „Anabasis – Zu den Quellen“.

Ingo Nommsen

Wenn Ingo Nommsen nicht bei Events wie dem „Clean Tech Media Award“, dem „LEA 2011“ oder dem „Kulturpreis Bayern“ auf der Bühne steht, ist der Sunnyboy des ZDF auf dem Bildschirm zu sehen. Mit seinen erfolgreichen Stammformaten „Volle Kanne“ und „Hallo Deutschland“ erreicht er bis zu über 5 Millionen Zuschauer täglich. „Volle Kanne“ wird mit ihm zu Deutschlands Fernsehfrühstück Nummer 1. Neben den beiden täglichen Formaten vertraut das ZDF auch in Specials („50 Jahre Europa“, „25 Jahre Wetten dass…?“, „ZDF Silvester Countdown“, u.a.) und bei Shows („Kult am Sonntag“, „ZDF Frühlingsshow“, „König Fußball“, „Das große Fan-Fest“, u.a.) auf den Moderator aus Bayern. Ingo lernt sein Handwerk beim Radio. Nach Volontariat in den Alpen (Radio Oberland) und der Morningshow bei Charivari 95,5 in München kommt er zu Bayern 3, der Kultstation des Bayerischen Rundfunks. Dort wird er dort zum Programmanger des täglichen 3-stündigen Jugendformates, moderiert den Chart-Klassiker „Die Schlager der Woche“ und auch die „Super-3-Show“. Zwischen 19 und 22 Uhr sind die Stars der Szene bei ihm zu Gast. Daneben moderiert er zahlreiche Musikspecials und bei großen Events wie „Rock im Park“. Für das Fernsehen wird Ingo von RTL entdeckt. Schon während seines Radio-Volontariates moderiert er dort die Jugend-Ausgabe von „Der heiße Stuhl“: „Der HAIsse Stuhl“. Später folgen die Moderation von „Guten Abend RTL – München live“, das tm3 Erfolgsformat „Leben und Wohnen“ und das international ausgezeichnete Business-TV-Format „VIA!“. Parallel zur Radiokarriere beginnt Ingo nach Abschluss des Volontariates ein Journalistik-Studium an der LMU München, das er neben seiner Arbeit bei Radio und Fernsehen 2000 erfolgreich abschließt. Mit dem Ende des Studiums wechselt Ingo zum ZDF. Neben seiner Arbeit als Moderator arbeitet er auch immer wieder als Schauspieler und ist zu Beispiel in den neuen Folgen der „???“ zu hören. Und dass Musik zu seinen Leidenschaften gehört, zeigt sich, wenn Ingo mit Stars wie Mungo Jerry, Till Brönner oder Silbermond Musik macht. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 rezitiert Ingo Nommsen am Sonntag, 2. Oktober, im Rahmen der “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Marc Sieczkarek

Mark Sieczkarek, 1962 im schottischen Inverness geboren, verspürt schon als Kind den Drang zu tanzen und seine eigene Welt auf der Bühne zu erschaffen. Er wächst in kunstaffinem Hause mit Musik und Poesie auf und studiert von 1973 bis 1981 klassisches Ballett an der Royal Ballet School in London – eine Zeit, in der die Modern-Dance-Avantgarde eines Merce Cunningham ebenso aufkommt, wie der Punkrock über die Stadt hereinbricht. Beides fasziniert Sieczkarek. Die ersten Engagements nach der Ausbildung sind Stationen der Suche. Sieczkarek geht zum „Scapino Ballet“ für Kinder in Amsterdam, nebenher forciert er die eigenen, noch kurzen Choreographien. Zwischen 1983 und 85 tanzt er beim „Penta Theater“ in Rotterdam – ein freies Kollektiv mit Akzent auf Tanztheater, was Sieczkarek endgültig von seinen klassischen Wurzeln löst. 1985 stößt er zur Compagnie von Pina Bausch. Eine Begegnung in Geistesverwandtschaft zwischen zwei schweigsamen Menschen. Der Fluss und die Einfachheit der Choreographien entsprechen Sieczkareks Naturell, die Philosophie rührt an den Grund seiner Bewegungs-Sehnsucht: Tanz als Ausdruck von Gefühl. Dennoch verlässt er die Compagnie drei Jahre später, weil es unter Pinas starker Hand nicht möglich ist, als Choreograph zu wachsen. Bausch vermittelt ihn 1988 als freien Tänzer und Choreographen an das Folkwang Studio in Essen. Die erste Arbeit dort ist ein Befreiungsschlag, wutgeladen: September Moon (1988) wird als Skandal begriffen, nicht zuletzt wegen einer Diashow mit Bildern nackter Männer. Die Frühphase an der Folkwang Schule, mit Raimund Hoghe als Dramaturg, ist stark geprägt von Fragen nach männlicher Identität. Bald allerdings schlägt Sieczkarek, wie oft im Laufe seiner Karriere, eine andere Richtung ein, mit zarteren Werken wie Easy to love (1993) oder Funky Drummer(1996) – im selben Jahr entsteht auch Macbeth auf Schloss Broich in Mühlheim. Überhaupt avanciert er in den 90ern in ganz Nordrhein-Westfalen zum vielgefragten Choreographen, 1996 erhält er den Förderpreis des Landes NRW. 1998 gründet Mark Sieczkarek seine eigene freie Company, für die er seitdem Soli erarbeitet und wechselnde Ensembles versammelt. Und die sich sowohl national als auch international einen Namen gemacht hat. Dabei bleibt der Künstler mit Wahlheimat Wuppertal kontinuierlich auch in Deutschland präsent. Am Ringlokschuppen in Mühlheim, wo er von 2001 bis 2004 Hauschoreograph ist. Weiterhin an der Folkwang Schule Essen, wo er 2008 mit Studenten Fearful Symmetries und 2010 Tabang erarbeitet. Und jüngst auch, Neuland für den freien Künstler Sieczkarek, an den Städtischen Bühnen Münster, wo er als erster Gastchoreograph der Ära Daniel Goldin das Stück Common Tones inszeniert. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tanzt Mark Sieczkarek am Sonntag, 2. Oktober, im Rahmen der “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Michael Kantrowitsch

Der Lichtdesigner Michael Kantrowitsch wurde in Warendorf im Münsterland geboren. Nach anfänglicher musikalischer Ausrichtung mit 1. Preisen beim Wettbewerb “Jugend musiziert” entdeckte er seine Leidenschaft für die Gestaltung mit Licht während eines Musicals (damals als Klarinettist im Orchestergraben). Nach Erfahrungen in  Theater- und  Showbranche übernahm er die  Leitung für die Beleuchtung, sowie die stellvertretende technische Leitung im Theater am Wall und leitete zahlreiche Einzelprojekte. Nach vielen Musicals, Konzerten und Schauspielveranstaltungen stehen heute auch Messeproduktionen, Inszenierungen im Architektur- und Eventbereich, sowie die Beleuchtung im sakralen Raum im Focus. Das Studium “Lighting Design” an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim schloss der Erfahrung den akademischen Grad des “Bachelor of Arts – Lighting Design” an. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 ist Michael Kantrowitsch am Sonntag, 2. Oktober, an der “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn beteiligt.

Edmund Kleinschnittger

Der Schlagzeuger Edmund Kleinschnittger hat an der Musikhochschule Detmold studiert und absolvierte seitdem Auftritte mit einigen namhaften Künstlern im Jazz- und Pop-Bereich, darunter unter anderem Silvia Droste, Herb Geller, Bill Ramsey und Al Martino. Darüber hinaus wirkt der musikalische Leiter und Lehrer für Schlaginstrumente an der Kreismusikschule Paderborn an verschiedenen Projekten im Bereich Kirchenmusik mit. Neben Solo-Auftritten als Schlagzeuger und Percussionist hat er sich auch mit diversen CD-Einspielungen und als Schlagzeuger und Pauker vieler Orchesterkonzerte einen Namen gemacht. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt Edmund Kleinschnittger am Sonntag, 2. Oktober, das Schlagwerk in der “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn.

Carsten Engelke

Carsten Engelke ist seit 2006 Mitarbeiter der Universität Paderborn im Zentrum für Informations- und Medientechnologien. Der gebürtige Paderborner beschäftigt sich seit seinem Magisterstudium der Amerikanistik und Medienwissenschaften mit den Möglichkeiten der digitalen Medienproduktion. Die Konzeption und Gestaltung von Imagefilmen und Making Of’s für diverse westfälische Unternehmen markieren da den Anfang. Während seines Aufenthalts an der Filmakademie Ludwigsburg in Baden-Württemberg war er an der Postproduktion mehrerer Dokumentarfilme beteiligt. Schnitt und visuelle Gestaltung von dokumentarischen Filmen sind seither seine Leidenschaft. Die Freude am Experimentieren mit filmischen Erzählweisen und ästhetischen Formen beruhen auf den vielfältigen Projekten und Seminaren mit Thomas Strauch (u.a. für das  Museum für westfälische Literatur, St. Nicolai Kirche in Lemgo). Für das Festival Musica sacra Paderborn 2011 hat Carsten Engelke zusammen mit Thomas Strauch das Video “Bach an den Quellen” gedreht, das am Sonntag, den 2. Oktober,  in der “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn gezeigt wird.

Dr. Thomas Strauch

Dr. Thomas Strauch arbeitete in den 80er und frühen 90er Jahren als Autor, Regisseur und Produzent von Fernsehfeatures für das WDR-Fernsehen. In den 90er Jahren realisierte und produzierte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Medienzentrum der Universität Essen (seit 2002 auch Leiter dieser zentralen Einrichtung) Wissenschaftsfilme und curriculare Medien. Während dieser Zeit hielt er in der Germanistik der Universität Essen regelmäßig Veranstaltungen zur Theorie, Ästhetik und Geschichte des Spiel- und Dokumentarfilms. Er war Mitkoordinator des Studiengangelements Filmstudien. Ein brieflicher Gedankenaustausch mit Rudolf Arnheim über philosophische Fragen der Kunst begleitete die Arbeit dieser Periode. Als Ergebnisse entstanden ein Radiointerview (Deutsche Welle) und kleinere experimentelle Videostücke. Seit 2004 leitet er den Medienbereich des Zentrums für Informations- und Medientechnologien (IMT) der Universität Paderborn. Er ist zudem als Dozent in der medienpraktischen Ausbildung des Instituts für Medienwissenschaften der Universität Paderborn tätig. Schwerpunkt letzterer Arbeit sind Projektseminare mit externen Partnern (WDR-Redaktionen, Neue Westfälische, Literaturkommission des Landschaftsverbandes Westfalen). Im Zentrum des ästhetischen Interesses stehen Fragen des medialen Crossovers. Für das Festival Musica sacra Paderborn 2011 hat Thomas Strauch zusammen mit Carsten Engelke das Video “Bach an den Quellen” gedreht, das am Sonntag, den 2. Oktober,  in der “Anabasis – Zu den Quellen” in der Aula in der Kaiserpfalz in Paderborn gezeigt wird.

Christoph Gockel-Böhner

Christoph Gockel-Böhner (geb. 1964) stammt aus Westfalen. Er studierte in Erlangen und Coleraine/Nordirland Theaterwissenschaft und arbeitete beim Schleswig-Holstein Musik Festival, danach bei einer renommierten Kammermusikagentur. Daneben studierte er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg Kulturmanagement. Seit 1999 leitet er das Kulturamt Paderborn, seit 2004 ist er auch Sprecher des Arbeitskreises Musik des Kultursekretariats NRW Gütersloh. Seit 2001 leitet er gemeinsam mit Gerhard Ortner das Festival Musica sacra Paderborn, seit 2011 in seiner Funktion als Prokurist der Ausstellungsgesellschaft Paderborn. Er entwickelte zahlreiche Konzertprogramme und Opernprojekte, insbesondere im Zusammenhang von Literatur und Musik. Dabei tritt er häufig als Moderator oder als Erzähler auf. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 ist er der Dramaturg des Anabasis-Projekts und der Moderator des Streitgesprächs „Darf man Bach auch nicht mögen.“

Frank Schuster

Pfarrer Frank Schuster wurde 1964 in Neustadt/Wstr. geboren. Nachdem er dort am altsprachlichen Gymnasium sein Abitur abgelegt hatte, studierte er von 1983-89 Evangelische Theologie in Heidelberg. Anschließend arbeitete er als Vikar in der Apostelkirche Kaiserslautern. Seit 1994 ist Frank Schuster als Pfarrer an der Versöhnungskirche auf dem Bännjerrück in Kaiserslautern tätig. Vor zwei Jahren wurde er außerdem zum stellvertretenden Dekan des örtlichen Kirchenbezirks ernannt. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 ist Frank Schuster am Montag, 3. Oktober 2011, am Streitgespräch “Darf man Bach auch nicht mögen?” mit Prof. Martin Petzoldt im Audienzsaal in Schloß Neuhaus beteiligt.

 


Prof. Dr. Martin Petzoldt

Geboren 1946 in Rabenstein bei Chemnitz, Theologiestudium in Leipzig 1964-1969. 1973 Ordination zum Pfarrer der Evang.-Luth. Landeskirche Sachsens, Promotion 1976, Habilitation 1985, Dozent für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig, 1992 Berufung zum Professor. Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft e.V. seit 1996. Vorsitzender des Diakonischen Werkes Innere Mission Leipzig e.V. Letzte größere Publikation: Bach-Kommentar. Theologisch-musikwissenschaftliche Kommentierung aller Vokalwerke J. S. Bachs, Band I: Die geistlichen Kantaten des 1. bis 27. Trinitatissonntages. Stuttgart-Kassel 2004; Band II: Die geistlichen Kantaten vom 1. Advent bis zum Trinitatisfest. Stuttgart-Kassel 2007. In Vorbereitung: Bach-Kommentar Bd. III (Festtagskantaten, Motetten, Messen), 2012.

 

Gero Friedrich

Gero Friedrich absolvierte eine professionelle Sprecherausbildung und war jahrelang als Sprecher, Autor und Regisseur im Hörfunk tätig. Seit vielen Jahren ist er auch als Publizist, freiberuflicher Kommunikationstrainer und Kommunikationsberater in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung erfolgreich. Er hat regelmäßig Auftritte als Rezitator, Moderator und Schauspieler. Er arbeitet zusammen mit Musikern und bildenden Künstlern, darunter in den letzten Jahren mit Herwig Zens, Hans Ortner, Toto Blanke, Uli Lettermann und dem Ensemble „Nocturno“, in unterschiedlicher Form. Er hatte gemeinsame Auftritte mit dem Arnold Schoenberg Chor u.a. als Sprecher im „Totentanz“ von Hugo Distler, in „Ein Überlebender aus Warschau“ von Arnold Schoenberg und in der Rolle des Frère Dominique in Arthur Honneggers: „Johanna auf dem Scheiterhaufen“.


Quintessence Saxophone Quintet

Das QUINTESSENCE SAXOPHONE QUINTET gilt inzwischen weltweit als eines der führenden Ensembles seiner Art. Die fünf Ausnahmesaxophonisten sind Meister der modernen Bearbeitung klassischer und barocker Großwerke von Bach, Vivaldi, Beethoven, Mozart oder Händel. Voller Respekt, aber ohne Scheu haucht QUINTESSENCE alten Meistern neues Leben ein. Das Ensemble gilt als eines der renommiertesten im Bereich Crossover Jazz/Klassik – dank der außergewöhnlichen Arrangements, in denen die Musiker die stilistischen Welten virtuos verbinden. Seit der Gründung im November 1993 ist das QUINTESSENCE SAXOPHONE QUINTET auf den großen Bühnen und Festivals präsent – darunter die Culture Art Hall Seoul, die Hoam Art Hall Daejong (Korea), das Bachfest Leipzig oder das Beethoven-Festival Bonn. Zahlreiche Auftritte in Rundfunk und Fernsehen haben das Ensemble einer großen Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Uli Lettermann

Uli Lettermann wurde 1967 geboren. Er begann mit 6 Jahren Klavier zu spielen, mit 12 dann Klarinette und Kirchenorgel, mit 14 Jahren Saxophon. Uli studierte Schulmusik und Komposition an der Musikhochschule Detmold und Germanistik an der Universität Paderborn. Seit dieser Zeit arbeitet er als Komponist und Arrangeur, vor allem für das QUINTESSENCE SAXOPHONE QUINTET. Seit 2001 wirkt er auch als Komponist an Film- und Hörbuchproduktionen mit. Als Musikproduzent in verschiedenen Genres von Klassik über Neue Musik bis Pop betätigt sich Uli seit 2004. Er ist als Solist, mit kammermusikalischen Ensembles und Jazzformationen zu hören. Uli, der zusammen mit Hartmut Salzmann die Idee zur Gründung von QUINTESSENCE hatte, wirkte inzwischen an über 50 CD- und DVD-Produktionen mit.

Sophie Harmsen

Sophie Harmsen (Sopran) wurde in Kanada geboren und wuchs in Südafrika auf. Sie studierte in Cape Town, wo sie cum laude abschloss. Während ihrer Zeit in Kapstadt war sie Mitglied des Jungen Ensembles der Cape Town Opera. Dort sang sie Orlowsky in Die Fledermaus, Mercedes in Carmen, Cherubino in Le nozze di Figaro und Zweite Dame in einer Koproduktion mit La Monnaie Brüssel (Regie: William Kentridge). Seit Anfang 2007 ist sie in Deutschland, 2009 schloss sie die Meisterklasse bei Prof. Dr. Edith Wiens mit Erfolg ab. KS Brigitte Fassbaender lud Sophie Harmsen 2008 und 2009 ein, Stephano in Gounods Romeo et Juliette am Landestheater Innsbruck zu singen. Das Schleswig-Holstein Musik Festival engagierte sie 2009 für eine szenische Aufführung der Johannespassion (Musik. Leitung: Rolf Beck, Regie: Robert Wilson). Im Oktober 2010 sang sie die Dorabella in Mozarts Cosi fan tutte am Grand Théatre de Luxembourg. 2008 war Sophie Harmsen Preisträgerin beim Internationalen Robert Schumann Wettbewerb. Als Konzertsängerin debütierte sie mit dem Israel Philharmonic Orchestra und Helmuth Rilling (Händel Messiah) und wurde daraufhin von der Internationalen Bachakademie Stuttgart für zahlreiche Konzerte eingeladen. Bei den Brühler Schlosskonzerten war sie 2009 mit Konzertarien von Mozart zu erleben und wurde von der Presse einstimmig als große Entdeckung gefeiert. Außerdem trat sie mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR (Rihm Deus Passus), mit Helsinki Philharmonic (Händel Messias), mit dem Musikpodium Stuttgart (u.a. Zumsteeg Die Geisterinsel), mit Das Neue Orchester beim Bachfest Leipzig (Bach Kantaten), mit der Capella Augustina beim Haydn Festival in Brühl (Haydn Stabat Mater) und mit den Nürnberger Symphonikern (Bach) auf. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Sophie Harmsen am Mittwoch, 5. Oktober, Mozarts c-moll-Messe in der Paderborner Heinrichskirche.

Johanna Winkel

Johanna Winkel (Sopran) ist im Konzert- und Oratorienfach eine gefragte Solistin. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Jörg Straube, Sylvain Cambreling, Philipp Ahmann, Denis Comtet und Frieder Bernius zusammen. Ihr internationales Debut gab sie 2008 unter der Leitung von Peter Neumann in Nantes mit Concerto Köln in der As-Dur Messe von Franz Schubert, die auf Arte live übertragen wurde. Es folgten Konzerte mit namhaften Ensembles, u.a. Hamburger Symphoniker, SWR Vocalensemble und Sinfonieorchester, Chor des Norddeutschen Rundfunks. Auf dem Rheingau Musikfestival trat sie in diesem Jahr als Peri gemeinsam mit Werner Güra in „Paradies und Peri“ von Robert Schumann auf. Mehrfach ausgezeichnet im Fach Oper belegte Johanna Winkel 2009 den ersten Platz im internationalen Cantilena Wettbewerb in Bayreuth. Partien wie die der Negiorea („L’ Huomo“, Andrea Bernasconi), die Titelrollen von „Iphigenie auf Tauris” (C. W. Gluck) und „Alcina“ (Georg Friedrich Händel) führten sie an historische Spielstätten wie das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth und das Erkhoff Theater in Gotha. Des Weiteren sang sie die Rollen der Mimì, die der Donna Elvira und der Micaëla. In der Spielzeit 2010/2011 wird sie als Rosalinde in „Die Fledermaus“ am Theater Erfurt unter der Regie von Katharina Thalbach gastieren. Neben vielen Live-Mitschnitten und Übertragungen, u.a. von den Tagen neuer Musik in Donaueschingen 2009 in Manos Tsangaris’ „Batsheba – Eat! The History!“, nahm Johanna Winkel 2010 innerhalb der Händel Gesamtaufnahme des Carus Verlags die Brockespassion mit Peter Neumann und der Capella Carthusianum auf. Unter der Leitung von H-C. Rademann wird Johanna Winkel im Jahr 2011 ihre Diskografie um die CD-Produktion mit dem Dresdener Kammerchor mit Werken von Johann Adolf Hasse ergänzen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Johanna Winkel am Mittwoch, 5. Oktober, Mozarts c-moll-Messe in der Paderborner Heinrichskirche.

Clemens Löschmann

Der in Berlin geborene Tenor Clemens-C. Löschmann wurde an der Hochschule der Künste von Professor Johannes Hoefflin ausgebildet und hat in den Meisterklassen der Professoren Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau studiert. Er war Stipendiat der Gotthard-Schierse-Stiftung, der Komischen Oper Berlin und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Im Opernbereich war er an zahlreichen Produktionen verschiedener Opernhäuser und freier Gruppen u. a. in Berlin, Hamburg, Zürich, London, Wien und Barcelona beteiligt, darunter an mehreren Uraufführungen. Er war festes Ensemblemitglied am Opernhaus Bremen und hat als Gast u. v. a. an der Komischen Oper Berlin, der Oper Frankfurt/M. und dem Teatro Carlo Felice, Genua gesungen. Im Oratorien- und Konzertfach ist Clemens Löschmann für alle großen Partien seines Faches sowohl im klassischen als auch im zeitgenössischen Repertoire ein international gefragter Solist. Er wirkte an zahlreichen Rundfunk- CD- und Fernsehproduktionen mit. Clemens Löschmann hat einen Lehrauftrag für das Fach „Gesang“ an der Hochschule für Künste Bremen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Clemens Löschmann am Mittwoch, 5. Oktober, Mozarts c-moll-Messe in der Paderborner Heinrichskirche.

Engelbert Schön

Engelbert Schön, geboren im Jahr 1968 in Rietberg, erhielt seine Ausbildung am Klavier und an der Orgel bei Paul-Leo Leenen (Gütersloh) und Christoph Grohmann (Rheda). Im Rahmen des kirchenmusikalischen C-Examens, das er 1996 ablegte, erhielt er Unterricht bei Harald Gokus (Rheda). Die Teilnahme an internationalen Meisterkursen, unter anderem bei Prof. Zsigmond Szathmáry (Freiburg) und Prof. Martin Lücker (Frankfurt), rundeten die Ausbildung ab. Von 1996 bis 1999 war Engelbert Schön Kirchenmusiker in seiner Heimatstadt Rietberg. In dieser Zeit führte er das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach in 16 Konzerten auf. Seit 2000 ist Engelbert Schön freischaffend als Konzertorganist und Orgel-/Klavierlehrer tätig. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn zu bedeutenden Kirchen im In- und Ausland, unter anderem in die Deutsche Kirche Stockholm, die St. Trinitatis-Kirche Kopenhagen, die neue Kathedrale Iasi (Rumänien), St. Katharina Frankfurt oder den Altenberger Dom. Auch als Begleiter von Chören und Orchestern hat sich Engelbert Schön einen Namen gemacht. Seit 2002 ist er nebenamtlich Organist an der Pfarrkirche St. Maria Immaculata zu Kaunitz. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 spielt Engelbert Schön am Donnerstag, 6. Oktober, die “Mass of the Children” in der Paderborner Abdinghofkirche.

Nils Cooper

Nils Cooper begann nach privaten Gesangsstudien bei Prof. Beata Heuer–Christen 1998 ein Gesangsstudium bei Prof. Berthold Possemeyer an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er war Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloß Rheinsberg und über mehrere Jahre Stipendiat der Fazit Stiftung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Erste Bühnenerfahrung sammelte er im Rahmen des Studiums u.a. als Figaro in Mozarts „Le Nozze di Figaro“. Seitdem führten ihn  Engagements zu den Händelfestspielen in Halle und Göttingen, den Kunstfestspielen Herrenhausen, an die Oper und das Schauspiel Frankfurt, zur Ruhrtriennale 2010, an das Deutsche Nationaltheater Weimar und das Aalto Theater Essen, an dem er von 2004 bis 2006 als festes Ensemblemitglied engagiert war. Auch als Konzertsänger hat sich Nils Cooper ein breites Repertoire der klassischen Opern- und Oratorienliteratur erarbeitet und konnte auf Festivals wie den Tagen für alte Musik in Herne, dem Bachfest Leipzig, den Staufener Musiktagen, den Donaueschinger Musiktagen, und dem MDR Musiksommer auf sich aufmerksam machen. Besonders als Interpret der Bachschen Oratorien und Kantaten, welche er bereits unter  namhaften Dirigenten wie Gustav Leonhard und Ton Koopman aufgeführt hat, ist der Bass-Bariton ein gefragter Solist. Nils Coopers besonderes Interesse an der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spiegelt sich in der regelmäßigen Zusammenarbeit mit Ensembles wie La Stagione Frankfurt, Echo du Danube, Elbipolis Barockorchester und dem Solisten Ensemble Kaleidoskop, Berlin wieder. Er konzertierte bereits mit bedeutenden Ensembles wie dem Gürzenich Orchester Köln, dem Elbipolis Barockorchester Hamburg, dem Museums Orchester Frankfurt, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Ensemble Modern und der MusikFabrik Köln. Neben seiner sängerischen Tätigkeit hat sich Nils Cooper in den letzten Jahren auch intensiv mit Theaterregie befasst. Nach Workshops bei Ariane Mnouchkine am Theatre du Soleil (Les Ephemeres) arbeitete er als Assistent  von Regisseuren wie Michael Schulz, Karoline Gruber, Dietrich Hilsdorf und Barrie Kosky und konnte eigene erfolgreiche Operninszenierungen realisieren : „Il Capello di Paglia di Firenze“ von Nino Rota am Deutschen Nationaltheater Weimar, „Julio Caesare“ von Händel am Stadttheater Bremerhaven und Steven Sondheims Musicalthriller „Sweeney Todd“ am Theater Hagen. 2011 inszeniert Nils Cooper Rossinis „Barbier von Sevilla“ am Theater Trier und für das Rheingau Festival 2011 Alessandro Stradellas „San Giovanni Battista“.

Kinder- und Jugendchor Büren

Im Jahr 1972 gründete Norbert Lappe, Musiklehrer der Hauptschule in Büren, einen Schulchor, aus dem sich im Laufe der Jahre der Bürener Kinder- und Jugendchor entwickelte. Die musikalische Leitung hat seit 1999 die ausgebildete Musikpädagogin, Sopranistin und Organistin Melanie Howard. Neben zahlreichen Auftritten im Rundfunk, gehören auch zwei Übertragungen im Fernsehen zu den großen Erfolgen des Chors. Die Kinder sangen „ein Sonntagskonzert“ im ZDF und traten in der Fernsehsendung „Heimatklänge“ des WDR auf. Konzerte führten den Bürener Kinder- und Jugendchor außerdem in viele große deutsche Städte, zum Beispiel in die Dortmunder Westfahlenhalle, die Tonhalle in Düsseldorf, die Oetkerhalle in Bielefeld oder zur grünen Woche nach Berlin. Der Bürener Kinder- und Jugendchor hat auch schon viele Male im Ausland gesungen, wie etwa in Frankreich, Dänemark, Belgien, den Niederlanden, in Österreich, in der Schweiz und in Italien sowie Litauen. Das Repertoire des Chors reicht von traditionellem volkstümlichen Liedgut über moderne und klassische sakrale Musik bis hin zu modernen Stücken aus Musical, Gospel, Rock und Pop. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt der Kinder- und Jugendchor am Donnerstag, 6. Oktober, die “Mass of the Children” in der Paderborner Abdinghofkirche.

Anna Lucia Richter

Anna Lucia Richter, Jahrgang 1990, entstammt einer großen Musikerfamilie. So erhielt sie früh ihren ersten Gesangsunterricht bei ihrer Mutter und wurde langjähriges Mitglied des Mädchenchors am Kölner Dom. Seit 2004 erhält sie Gesangsunterricht von Prof. Kurt Widmer in Basel. Von 2007 – 2009 studierte sie als Jungstudentin bei Frau Prof. Klesie Kelly-Moog an der Musikhochschule Köln. Nach ihrem Abitur studiert sie nun im Hauptstudium eben dort. Sie ist Gewinnerin des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preises 2011, des Preises der Freunde Junger Musiker Deutschlands 2011, des Luitpold-Preises des Kissinger Sommer 2011, Preisträgerin des Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2008 (Juniorkategorie) und gewann zahlreiche Förderpreise. Außerdem  ist sie Stipendiatin von Yehudi Menuhin LiveMusicNow, sowie Gewinnerin des Förderstipendiums der Kölnischen Rückversicherung. Als Solistin war sie unter anderem mit dem Gürzenichorchester Köln unter dem GMD Markus Stenz, dem Rundfunkorchester des WDR unter Helmut Froschauer, mit der Karthäuserkantorei unter Phillip Ahmann und dem Kölner Domchor unter Prof. Eberhard Metternich zu hören. Desweiteren sang sie beim Kissinger Sommer 2011 die Uraufführung des Werkes „Singet leise“ von Moritz Eggert, begleitet vom Komponisten selbst und arbeitete dort zudem mit Axel Bauni und Jan Philip Schulze zusammen. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Anna Lucia Richter am Donnerstag, 6. Oktober, die “Mass of the Children” in der Paderborner Abdinghofkirche.

Kommando Elektrolyrik

Das Kommando Elektrolyrik aus Paderborn und Berlin, bestehend aus den vier Mitgliedern Ivo Theele, Arne Hirsemann, Lukas Schlaffke und Patrick Pieper, gehört zu den Senkrechtstartern der Paderborner Kulturszene, hat sich schnell einen Namen weit über die Grenzen von Stadt und Region hinaus gemacht und ist seit Anfang 2011 sogar als Kulturbotschafter für das Goethe-Institut und das Auswärtige Amt in Europa unterwegs (zuletzt im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages mit Workshops und Auftritten in zehn polnischen Städten). Im Jahr 2008 aus der Autorengruppe „Kommando Schreibmaschine“ hervorgegangen, haben sie inzwischen fast 150 Auftritte in ganz Deutschland und vielen weiteren Ländern Europas absolviert. Die zunächst ungewöhnliche Mischung aus Literatur, elektronischer Musik und Performance ist inzwischen längst nicht mehr so unbekannt. Im Oktober 2010 erschien die erste EP „Status geändert“ beim renommierten gONZo-Verlag in Mainz. Momentan arbeitet die Gruppe am ersten richtigen Album, das 2012 veröffentlicht werden soll. Das hindert sie aber nicht daran, weiter auf Festivals aufzutreten und für das Goethe-Institut unterwegs zu sein. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 tritt das Kommando Elektrolyrik am Freitag, 7. Oktober, in der Paderborner Kulturwerkstatt auf.

Ursula Thurmair

Die 1984 in München geborene Mezzosopranistin Ursula Thurmair erhielt schon früh eine umfassende musikalische Ausbildung. Gesangsunterricht erhielt sie zunächst von Tanja Elbert-d´Althann sowie Gabriele Kaiser an der HMT München und studierte anschließend bei Prof. Gerhild Romberger an der HfM Detmold. Meisterkurse bei Charlotte Lehmann, Roman Trekel, Wolfram Rieger, Norman Shetler und Wolfgang Katschner ergänzen ihre musikalische Ausbildung. Die junge Sängerin geht einer regen Konzerttätigkeit im In- und Ausland nach. Dabei konzertierte sie zuletzt mit Ensembles wie der Lautten Compagney, der Berliner Singakademie und der Bachgesellschaft Berlin. Engagements führten sie unter anderem in die Philharmonie Köln, die Eglise St-Roch und La Madelaine Paris sowie die Gedächtniskirche Berlin. Im Frühjahr 2011 folgte sie einer Einladung des Goetheinstituts nach Sizilien und sang dort Bachs Johannespassion. Bei der RuhrTriennale 2009 debutierte sie in „Sing für mich, Tod“ von Albert Ostermaier unter Leitung von Christoph Poppen. Daneben widmet sich Ursula Thurmair intensiv dem Liedgesang. Mit den Pianisten Paul Rivinius und Katharina Landl hat sie sich ein breites Repertoire von der Klassik bis zur Moderne erarbeitet, das sie regelmäßig in Konzerten präsentiert. Die Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes ist außerdem regelmäßig an verschiedenen Opernhäusern engagiert wie etwa zuletzt an den Städtischen Bühnen Münster oder dem Theater Bielefeld. Ursula Thurmair ist Mitglied mehrerer Ensembles wie dem Collegium Vocale Gent, Vocalconsort Berlin und Athesinus Consort. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Ursula Thurmair am Sonntag, 9. Oktober, die Bach-Kantate in der Paderborner Abdinghofkirche.

Singgemeinschaft Salzkotten

Schon seit 1974 widmet sich die Singgemeinschaft Salzkotten der Aufgabe, anspruchsvolle Chorliteratur aus allen musikalischen Epochen und Stilrichtungen zur Aufführung zu bringen. Neben jährlichen Weihnachts- und Sommerkonzerten begleitet der gemischte Chor regelmäßig Gottesdienste und pflegt eine intensive Freundschaft mit der Singgemeinschaft der brandenburgischen Partnerstadt Brüssow. Im Jahr 2000 hat sich der Salzkottener Chor außerdem dem Verband Deutscher Konzertchöre angeschlossen. Um diesem Qualitätsanspruch gerecht zu werden, werden die Sängerinnen und Sänger seitdem regelmäßig unter professioneller Anleitung geschult. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt die Singgemeinschaft Salzkotten am Sonntag, 9. Oktober, die “Landpartie: Bach an den Quellen der Heder” in der Salzkottener Mutterhauskirche.

Ulrike Wiedemann

Die Sopranistin Ulrike Wiedemann studierte nach dem Abitur zunächst Musik (Gesang, Klarinette und Klavier) und Germanistik in Detmold und Paderborn. Im Anschluss an ihre solistische Ausbildung bei Mechthild Böhme und Heiner Eckels, Musikhochschule Detmold, vertiefte sie ihre Studien zunächst bei Heide Blanke-Roeser, dann bei Shoko Shimizu (Detmold/Bremen) sowie in Meisterkursen u. a. bei den Professoren Eugene Rabine (Walheim), Barbara Schlick (Wuppertal), Klesie Kelly (Köln), Ingrid Kremling (Hamburg), und Giovanna Canetti (Mailand) und absolvierte eine Ausbildung zur Gesangspädagogin. Im Laufe ihrer regen Konzerttätigkeit, auch in Frankreich, der Schweiz und Litauen, entwickelte sie ein umfangreiches Repertoire, das Werke von der Frührenaissance bis zur Moderne umfasst. Ihre künstlerischen Schwerpunkte liegen im Lied- und Oratorienfach. So sang sie z. B. die Solopartien in den großen Oratorien von Bach über Brahms und Verdi bis zu Carl Orffs „Carmina burana“. Kammermusikalisch tritt sie im Trio mit Oboe, Flöte, Violine oder Trompete und Orgel (geistliche Barockmusik) und im Duo mit Harfe oder Piano auf. Sie wirkte solistisch bei verschiedenen CD-Aufnahmen sowie Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen des WDR und des NDR mit. Beim Festival Musica sacra Paderborn 2011 singt Ulrike Wiedemann am Sonntag, 9. Oktober, die “Landpartie: Bach an den Quellen der Heder” in der Salzkottener Mutterhauskirche.

Collegium musicum Paderborn

Collegium MusicumDas Collegium musicum Paderborn wurde 1967 als Kammermusikkreis des  Motettenchors Paderborn vom damaligen Musikpädagogen Professor Kötters  gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich die Vereinigung um viele Instrumentalisten verstärkt, sodass die Programmgestaltung sich von barocker Spielmusik zu sinfonisch besetzter Musik entwickelte.
Merijn van Driesten, der seit November 2011 das Collegium musicum Paderborn
dirigiert, stammt aus den Niederlanden, studierte zunächst Klavier in Utrecht und Amsterdam und war dann als Pianist, Liedbegleiter und Dozent tätig. Anschließend begann er das Dirigierstudium bei Prof. Christof Prick in Hamburg. Nach dem Diplom in 2007 arbeitete er zunächst am Theater Bielefeld und dann als Kapellmeister und Solo-Repetitor am Landestheater Schleswig-Holstein in Flensburg. Seit September 2011 ist er als  Solo-Repetitor mit Dirigierverpflichtung wieder am Theater Bielefeld engagiert.
Merijn van Driesten dirigierte mit großem Erfolg verschiedenste Bühnenwerke und trat bei verschiedenen Symphonie- und Familienkonzerten mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester in Erscheinung. Am Theater Bielefeld leitete er bereits “Die Schöne Helena” von Jacques Offenbach.

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