Festival Musica sacra Paderborn 2007
Biennale für sakrale und spirituelle Musik
2. bis 24. Oktober 2007

„… und er sah, dass es gut war.“

Dienstag, 2.10.2007
18.00 Uhr im Audienzsaal Schloß Neuhaus
Eröffnung
durch den Bürgermeister der Stadt Paderborn und
den Intendanten des Festivals, anschließend
Empfang
Ausführende des Festivals
besondere Einladung

Mittwoch, 3.10.2007
11:00 Uhr in der Galerie B., Busdorfmauer 36
Veranstalter: Galerie B.
Vernissage der Ausstellung Bak-Stalter
Bilder zum Lux-aeterna-Projekt des Festivals
Uli Lettermann, Saxophon
Gero Friedrich, Rezitation
Eintritt frei

Mittwoch, 3.10.2007
(Tag der deutschen Einheit) – 18.00 Uhr in der PaderHalle
Veranstalter: Philharmonische Gesellschaft Paderborn
Eröffnungskonzert
Bach: Orchestersuite Nr.3 D-Dur BWV 1068
Brahms/Glanert: Vier Präludien und Ernste Gesänge op.21
Schubert/Reger: Lieder (u.a. Litaney auf das Fest Allerseelen)
Brahms: Variationen über ein Thema von Haydn (Choral St. Antoni) op. 56a
Klaus Mertens, Bass
Orchester der Philharmonischen Gesellschaft
Ltg.: Theodor Holthoff

Donnerstag, 4.10.2007
17.30 und 20.15 Uhr im Cineplex Paderborn
„Wie im Himmel“ Spielfilm von Kay Pollak

Freitag, 5.10.2007
19.30 Uhr im Erzbischöflichen Diözesanmuseum
Media vita II Das Abdinghofer Graduale von 1507
Hymnen, Figuralmusik, Improvisationen
Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey
Solisten des Ensembles ColVoc Detmold-Leipzig
Studierende der Universität Paderborn

Samstag, 6.10.2007
16.00 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus
Veranstalter: Studio B. im Medienhaus Paderborn
DoReMi: An Gottes Hand ins Kinderland
Ein Ausflug mit viel Musik für kleine und große Menschen
Ensemble DoReMi und Musica sacra Kinderchor

Samstag, 6.10.2007
17.00 Uhr in der Kulturwerkstatt
gefördert vom Kultursekretariat NRW Gütersloh
Klangkosmos Islam
Musik, Filme, Tanz, Basar
Sidi Goma (Indien)
Ghadim Sharq Mugam Ensemble (Aserbeidschan)
Ahoar (Irak)
Daud Khan (Afghanistan)
Aly Keita (Mali)
Ensemble Ahmad Anousheh (Iran)

Sonntag, 7.10.2007
10.00 Uhr in der Franziskanerkirche
Musik im Gottesdienst
Così fan tutte–Messe (W.A. Mozart)
Städtischer Musikverein Paderborn
Solisten
Detmolder Kammerorchester
Ltg.: Matthias Hellmons
Spenden erbeten

Sonntag, 7.10.2007
18.00 Uhr in der Abdinghofkirche
unterstützt von der Musikstiftung Paderborn
Meyerbeer-Projekt
Meyerbeer: Kantate und drei sinfonische Psalmen
für Chor und Orchester
Gabriele Czerepan, Sopran
Elke Tiedemann, Alt
Steffen Wolf, Tenor
Maximilian Lika, Bass
Studio Neue Chormusik, Halle,
Prager Philharmoniker
Ltg.: Martin Rieker

Montag, 8.10.2007
19.30 Uhr im Hohen Dom
Veranstalter: Metropolitankapitel
Orgelkonzert
Kathedralorganist Colin Walsh, Lincoln, England

Dienstag, 9.10.2007
20.00 Uhr in der Marktkirche
Das Lux aeterna-Projekt
Brahms: Ein deutsches Requiem;
Ligeti:Lux aeterna;
Rentrow: Deutsche Motetten für Sprecher Elena Copons, Sopran
Günter Haumer, Bariton
Gero Friedrich, Sprecher
Arnold Schoenberg Chor
Piano Duo Kutrowatz
Ltg.: Erwin Ortner

Mittwoch, 10.10.2007
19.30 Uhr in der PaderHalle
im Rahmen der Kammerkonzerte des Kulturamts
Musica sacra und Abbé Liszt
Bach/Kurtag: Choraltranskriptionen für zwei Klaviere;
Liszt: “Tasso” – Lamento e trionfo;
Kutrowatz: “In Rot” – Dialog für zwei Klaviere;
Matsuoka: “A – UN” (Erleuchtung);
Liszt: Mazeppa
Piano Duo Kutrowatz

Donnerstag, 11.10.2007
19:30 Uhr in der Gaukirche
Geistliches Chor-Gitarrenkonzert
Gerald Garcia: Pietà
Gitarrenensemble und Art de Chor

Freitag, 12.10.2007
19.30 Uhr in der Abdinghofkirche
Die Saxophone von Jericho
Musica sacra in der Bearbeitung für Saxophonquintett
Quintessence Saxophon-Quintett

Samstag, 13.10.2007
16.00 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus
Veranstalter: Studio B. im Medienhaus Paderborn
DoReMi: An Gottes Hand ins Kinderland
Ein Ausflug mit viel Musik für kleine und große Menschen
Ensemble DoReMi und Musica Sacra Kinderchor

Samstag, 13.10.2007
ab 19.30 Uhr an verschiedenen Aufführungsorten in Paderborn
Spirituelle Nacht
Solisten sowie Vokal- und Instrumentalensembles
Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten

Sonntag, 14.10.2007
10.00 Uhr in der Abdinghofkirche
Musik im Gottesdienst:
Dvorák: Messe D-Dur op 86 (Urfassung) für Chor und Orgel (einzelne Sätze)
Paderborner Kammerchor Am Abdinghof,
Ltg.: KMD Martin Hoffmann

Sonntag, 14.10.2007
10.00 Uhr in der Franziskanerkirche
Musik im Gottesdienst
Solisten
Motettenchor Paderborn
Collegium Musicum Paderborn
Ltg.: Steffen Schiel

Sonntag, 14.10.2007
18.00 Uhr in der Heinrichskirche
Orchesterkonzert
Saint Saëns: Danse macabre (Totentanz)
Bruckner: Sinfonie d-Moll WAB 100 („Nullte“)
Pärt: Cantus in memoriam Benjamin Britten
Junge Sinfoniker Ostwestfalen-Lippe
Ltg.: Steffen Leißner

Montag, 15.10.2007
19.00 Uhr im Hohen Dom
Orgelkonzert
Werke von Reinberger, Höller u.a.
Christiane Kloevekorn, Violoncello
Noel Colishaw, Violine
Domorganist Gereon Krahforst

Dienstag, 16.10.2007
19.00 Uhr in der Abdinghofkirche
im Rahmen der Musiktheaterserie des Kulturamts
Der verlorene Sohn
Benjamin Britten
Koproduktion des Festivals Musica sacra Paderborn 2007 und des
Landestheaters Detmold

Mittwoch, 17.10.2007
19.30 Uhr in der Aula in der Kaiserpfalz
Sacred Bridges
Psalmvertonungen aus dem 17. Jahrhundert in türkischer,
hebräischer und französischer Sprache
von Ufki, Rossi, Goudimel und Sweelinck
King’s Singers
Ensemble Sarband
Mevlevi-Derwische

Donnerstag, 18.10.2007
20.00 Uhr in der Kulturwerkstatt
in Kooperation mit dem Jazzclub Paderborn
Musica Sacra goes Jazz
A tribute to Mahalia Jackson
Janice Harrington+ Singers and Band
Freitag, 19.10.2007
19.30 Uhr, Laurentiuskirche
Offenes Singen für Chöre
Singet dem Herrn ein neues Lied
Chöre und Vokalensembles der Region,
Preisträger der letzten Musica sacra Chorwettbewerbe
Bläserensemble
Organist
SprecherIn
Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten

Samstag, 20.10.2007
16.00 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus
Veranstalter: Studio B. im Medienhaus Paderborn
DoReMi: An Gottes Hand ins Kinderland
Ein Ausflug mit viel Musik für kleine und große Menschen
Ensemble DoReMi und Musica Sacra Kinderchor

Samstag, 20.10.2007
19.00 Uhr in der PaderHalle
“Ben Hur – A Tale of The Christ” (1928)
Stummfilm mit Live-Orchesterbegleitung
Neue Philharmonie Westfalen
Ltg.: Helmut Imig

Sonntag, 21.10.2007
10.00 Uhr im Hohen Dom
Musik im Gottesdienst
Kapitelsamt
Langlais: Missa in simplicitate, Tantum ergo
Cantiléne and Dialogue sur les Mixtures
Suite brève für Orgel
Mitglieder der Domkantorei
Orgel: Gereon Krahforst
Ltg.: DKM Thomas Berning

Sonntag, 21.10.2007
18.00 Uhr in der Abdinghofkirche
unterstützt von der Kirchenmusikstiftung Paderborn
Verdi: Missa da Requiem
Jugendkantorei und Kantorei der Abdinghofkirche
Ulrike Wiedemann, Sopran, Gerhild Romberger, Alt
Luca Martin, Tenor, Markus Krause, Bass
erweiterte Kammersolisten am Abdinghof
Ltg.: KMD Martin Hoffmann

Montag, 22.10.2007
20.00 Uhr in der Kulturwerkstatt (Cafeteria)
Veranstalter: Jüdische Kultusgemeinde Paderborn
mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland
Klezmerabend mit jüdischen Musikern
Klezmer Chidesch

Dienstag, 23.10.2007
19.30 Uhr im Hohen Dom
Concert spirituel
Charpentier: Te Deum;
Rameau: Deux Grand Motettes
Sabine Goetz, Ina Siedlaczek-Berning, Sopran
Uwe Stickert, Tenor,
Konstantin Wolff, Bass
Ltg.: Domkapellmeister Thomas Berning

Mittwoch, 24.10.2007
19.30 Uhr in der PaderHalle
Abschlusskonzert
im Rahmen der städtischen Sinfoniekonzerte Paderborn
Dvorák: „Biblische Lieder“ op. 99 für Singstimme und Orchester;
Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Fassung 1889)
Klaus Mertens, Bass
Nordwestdeutsche Philharmonie
Ltg.: Andris Nelsons

Spirituelle Nacht:

Wie schon bei Musica sacra 2005 knüpften Solisten sowie Vokal- und Instrumentalensembles an verschiedenen Aufführungsorten in Paderborn
mit ihren künstlerischen Beiträgen ein Netz der Spriritualität. Die Interaktion mit wechselnden Besuchern schaffte die besondere Atmosphäre dieser Nacht. Mitwirkenden wie Besuchern bot sich hier die Möglichkeit in fließend wechselnden Stimmungen und Schwingungen sich selbst und die Stadt einmal neu zu erleben.

Byzantinische Kapelle (auf der Empore in der Marktkirche):
Liturgische Gesänge und Hymnen aus der syrisch-orthodoxen Liturgie
Kirchenchor der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien St. Aho
Beginn: 19.30 Uhr / 20.30 Uhr / 21.30 Uhr

Abtskapelle (im Turm der Abdinghofkirche)
Chinesische Musik aus der Tradition in die Zukunft
Chinesische Zupfinstrumente
Xu Fengxia, Guzheng
Beginn: 19.40 Uhr / 20.40 Uhr / 21.40 Uhr

Kirche St. Michael (Michaelskloster)
Spirituelles Schlagwerk
Meditative Musik auf dem Marimbaphon
Eddi Kleinschnittger
Beginn: 19.50 Uhr / 20.50 Uhr / 21.50 Uhr

Rathaussaal
Das goldene Zeitalter
Eine musikalische Reise durch Zeit- und Stilepochen der jüdischen Kultur
Agnes Erkens Trio, Gesang – Klarinette – Klavier
Beginn: 20.00 Uhr / 21.00 Uhr / 22.00 Uhr

Krypta der Abdinghofkirche
Eine literarisch-musikalische Reise in die Welt der Poesie
von und mit Norma Escobedo de Driever und dem Duo
„Cuerdas Magicas“  („Bezaubernde Saiten”) – Graciela Medina: paraguayische Harfe, Gitarre und Charango und Hannelore Wieland: Gitarre und Oktavgitarre.
Beginn: 20.10 Uhr / 21.10 Uhr / 22.10 Uhr

Bartholomäuskapelle
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Bach-Improvisationen
Uli Lettermann, Sopransaxophon
Beginn: 20.20 Uhr / 21.20 Uhr / 22.20 Uhr

Gaukirche
Audivi Vocem de Coelo
A-Capella Gesang aus dem 16. und 17. Jahrhundert
Soester Madrigal Syndikat
Beginn: 20.30 Uhr / 21.30 Uhr / 22.30 Uhr

Kirchenchor der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien St. Aho

Die St. Aho Gemeinde gehört zu einer der ältesten christlichen Kirchen, zur syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien. In Antiochen gab es zur Apostelzeit die erste bedeutende Christengemeinde außerhalb von Jerusalem. Die rechtmäßigen Gründer dieser Gemeinde waren die Apostel Petrus und Paulus. Zum syrisch-orthodoxen Ritus gehört wesentlich eine Gruppe von Männern und Frauen, die als Schola die Liturgie mitgestaltet. Ihre Tätigkeit liegt in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen mit Liedsätzen, Chorälen und anderen Werken. Der Chor pflegt die Hymnen der syrisch-orthodoxen Kirche in aramäischer Sprache, der Sprache Jesu Christi. An Gesangsstilen kennt der Chor drei Arten: den ekphonetischen, den syllabischen und den melismatischen Stil. Der Gemeindechor wird von Mariam Kara ehrenamtlich geleitet. Durch ihr konsequentes Engagement hat sich die junge Chorgemeinschaft zu einem klanglich und musikalisch anerkannten Ensemble, auch über die Grenzen Paderborns hinaus, entwickelt. So gewann der Gemeindechor im Jahr 2006 den Gesangswettbewerb der Suryoye Chorgruppen von NRW.

Xu Fengxia

geboren 1963 in Shanghai, begann schon mit 5 Jahren das Spiel auf chinesischen Zupfinstrumenten. Sie besuchte dann die Mittelschule des Shanghaier Konservatoriums und anschließend die Musikhochschule. Sie studierte mit großem Erfolg chinesische Zupfinstrumente. Danach arbeitete sie als Solistin im renomierten Orchester für Chinesische Musik Shanghai und gab Solokonzerte auf bis zu vier Instrumenten u.a. in Singapur und Peking.
Seit ihrer Übersiedlung nach Deutschland ist sie höchst erfolgreich in verschiedenen Bereichen tätig. Es kam zur Kooperation mit vielen renommierten Musikern der Jazz- und Improvisationsmusik. Sie ist auf internationalen Jazzfestivals in Europa, den USA und Südkorea zu hören.

Eddi Kleinschnittger

verheiratet, zwei Kinder, Schlagzeuger mit Studium an der Musikhochschule Detmold. Auftritte mit namhaften Künstlern im Jazz- und Pop-Bereich , darunter u. a. Silvia Droste, Herb Geller, Bill Ramsey und Al Martino. Musikalischer Leiter und Lehrer für Schlaginstrumente an der Kreismusikschule Paderborn. Mitwirkung an verschiedenen Projekten im Bereich Kirchenmusik. Solo-Auftritte als Schlagzeuger und Percussionist. Diverse CD-Einspielungen. Aktiv als Schlagzeuger und Pauker vieler Orchesterkonzerte.

Agnes Erkens Trio

Aus biblisch-hebräischem, jüdischem und sephardischem Liedgut, das zum Teil über Jahrtausende überliefert worden ist, entwickelt die Mezzosopranistin Agnes Erkens eine musikalische Reise durch die Stilepochen jüdischer Kultur. Gesungen in Hebräisch und Ladino stellen ihre Lieder eine Reise dar, die zurück zu den gemeinsamen Wurzeln des Judentums, des Christentums und des Islam führt. Den völker- und religionsverbindenden Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit sieht Agnes Erkens vor allem in der Einzigartigkeit und Schönheit dieser alten Gesänge. Denn in ihnen wird die Verschmelzung und die Verbindung der Völker und Religionen hörbar und der gemeinsame Geist des kulturellen, religiösen und biblischen Erbes, der Judentum, Christentum und den Islam miteinander verbindet, wieder erlebbar. In diesem Sinne hat Agnes Erkens zusammen mit dem Pianisten und Komponisten Steve Nobles und dem Klarinettisten und Komponisten Alessandro Palmitessa die Liedbegleitungen völlig neu arrangiert. Ihr Repertoire umfasst eine große Zahl geistlicher Lieder, Gesänge und Psalmen sowie sephardische und orientalische Lieder des sogenannten „Goldenen Zeitalters“.

Besetzung: Alessandro Palmitess, Klarinette / Steve Nobles, Piano / Agnes Erkens, Gesang

Cuerdas Magicas &
Norma Escobedo de Driever

Graciela Medina ist in San Miguel de Tucumán, Argentinien, geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Gitarren- und Gesangstudium an der Escuela de Música de Tucumán, folgte ein Gesangstudium in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1986 lebt sie hier und erlangte durch zahlreiche Konzerte, Fernsehauftritte und CD-Aufnahmen internationale Beachtung. Sie erweiterte ihr instrumentarisches Repertoire durch die südamerikanische Harfe und den Charango aus Bolivien. Außerdem ist sie als Dozentin an der Städtischen Musikschule Paderborn tätig.
Hannelore Wieland, geboren und aufgegewachsen in Paderborn, kehrte nach dem Studium der Instrumentalpädagogik in Kassel als Dozentin an die Städtischen Musikschule Paderborn zurück. Konzertreisen führten sie mit der Folkloregruppe „Hupfertsvogel“ nach Ungarn und Finnland. Weiterhin ist sie bekannt als Mitglied des „Paderborner Gitarrenensembles“, des Gitarrentrios „tre de pali“ und als Gitarristin in dem Projekt „Ein stilles Land schweigt seine Lieder“, einer musikalisch-literarischen Reise durch Westfalen.
Norma Escobedo de Driever, geboren in Lima, Peru, ist Soziologin, Dichterin und Autorin . Sie schreibt Lyrik und Prosa in spanischer und deutscher Sprache. Zahlreiche Lesungen in Süd- und Mittelamerika und Europa machten sie international bekannt.

Uli Lettermann

Sopransaxophon, Komposition, Studium an der Musikhochschule Detmold (Schulmusik und Komposition) und an der Universität Paderborn (Germanistik). Gründer und musikalischer Leiter des international namhaften Ensembles Quintessence Saxophone Quintett. Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Detmold. Initiator und Wegbegleiter zahlreicher Projekte als Komponist und Musiker. Umfangreiche Konzerttätigkeit auf renommierten Bühnen im In- und Ausland. Viele Auftritte in Rundfunk und Fernsehen.

Soester Madrigal Syndikat (SMS)

Seit seiner Gründung 2001 widmet sich das Soester Madrigal Syndikat (SMS) vornehmlich der Liedform des Madrigals sowie alte geistlicher Musik; ausgewählte zeitgenössische Werke und Kompositionen der Romantik runden das Reportoire ab. Die vier Herren singen a cappella, scheuen jedoch nicht die Zusammenarbeit mit anderen Sängern und Musikern. Eine Besonderheit ist die Pflege der englischsprachigen Catches, Kanon-artiger Scherz- und Spottlieder des 17. und 18. Jahrhunderts. 2006 absolvierte das SMS je einen Meisterkurs mit dem weltberühmten Hilliard Ensemble sowie dem hochkarätigen Leipziger Ensemble Amarcord. Nach ihrer Osteuropatournee nahmen die vier Soester Sangesbrüder im entstehenden Klostermuseum Dalheim ihre erste CD auf. Bereits in den ersten Jahren konnte das vierköpfige Ensemble auf eine erfolgreiche Teilnahme am Wertungssingen des „Musica sacra“-Festivals in Paderborn, auf das Silberdiplom beim 3. Internationalen Johannes Brahms Chorwettbewerb in Wernigerode und zahlreiche Konzerte verweisen – seit Frühjahr 2004 in neuer Besetzung. 2007 stehen weltliches Madrigale und Catches als Arbeitsschwerpunkt des Ensembles und die Erarbeitung einer Marienvesper auf dem Programm.
Besetzung: Wolfram Herbe, Tenor / Hans Heyer, Tenor /Arp Hinrichs, Bass / Stefan Wiesner, Bass

 


Klangkosmos Islam

Zum dritten Mal widmete sich das Festival „Musica sacra“  der Musik aus  islamischen Kulturkreisen. Diesmal lenkte das Programm den Blick auf die Ränder der islamischen Welt. Die Ausbreitung des Islam wie auch seiner Musiktraditionen folgte den Handelswegen und den nomadisierenden Völkern. Auch dem Kulturaustausch zur See kommt eine große Bedeutung zu. Das Programm von „Musica sacra“ folgte 2007 dem Klang dieser Reiserouten – über den Indischen Ozean, durch die Berge des Kaukasus und Hindukusch, durch die Subsahara, es folgt aber auch ihren Spiegelungen in der Kunst der zeitgenössischen Musik Europas.
Ergänzt wurden die Live-Konzerte durch dokumentarische Musikfilme aus weiteren Regionen der islamischen Diaspora und mit einem prachtvollen marokkanischen Königssalon, einem orientalischen Bazar mit Kunstgewerbe, Büchern, orientalischen Tonträgern sowie gastronomischen Köstlichkeiten.

Daud Khan

17.30-18.30 Uhr Cafeteria
20.30-21.00 Uhr Cafeteria

Ghadim Sharq Ensemble

18.30-19.30 Uhr Kleinkunstsaal
22.00-22.30 Uhr Cafeteria

Sidi Goma

19.30-20.30 Uhr Großer Saal (1. Teil)
21.00-22.00 Uhr Großer Saal (2 Teil)

Ahoar

19.30-20.00 Uhr Cafeteria (Duo Hawar & Thamir)
22.00-23.30 Uhr Kleinkunstsaal

Aly Keita

20.30-21.00 Uhr Großer Saal
23.00-23.30 Uhr Cafeteria
0.00-0.30 Uhr Cafereria

Musikfilme

17.00-17.30 Uhr Kleinkunstsaal
19.30-20.30 Uhr Kleinkunstsaal
21.00-22.00 Uhr Kleinkunstsaal
23.30-0.30 Uhr Kleinkunstsaal

Mitwirkende: (Fotos unter Button “Mitwirkende”)

Ahoar (Irak/ Deutschland/ Belgien)

Ahoar ist die Formation zweier irakischer Konzertmusiker, eines belgischen Jazzpianisten und eines Jazz-Kontrabassisten aus Deutschland. Im Mai 2007 wurden sie von einer internationalen Jury mit der „creole 2007 – Preis für Weltmusik aus Deutschland“ ausgezeichnet. Aus der Laudatio: „Der Verbindung von westlichem Jazz und der Musik des Irak, der Erschaffung einer neuen Sprache, den mit großer Hingabe spielenden Musikern in ihrer berührenden und bewegenden Performance zollen wir Respekt. … Rein musikalisch-technisch war Ahoar eine der perfektesten Gruppen aller Bewerber und zwar bei ihren Aufnahmen ebenso wie live, gleichzeitig aber eine der emotionalsten: expressive Musik, die Zuhörer zum Weinen bringt. Ihre überragende musikalische Darbietung lässt vergessen, dass die Stilmischung aus Jazz und irakischem Maqam vollkommen einzigartig ist und praktisch ohne Vorbilder.“

Aly Keyta (Mali)

Er stammt aus einer Malinké-Familie, die seit Generationen den Beruf des „Griots“ ausübt. So lernte er zunächst das traditionelle pentatonische Balafon bei Zouratié Coulibaly. 1986 begegnet er Georges Makinto, mit dem er erstmalig Jazzmusik machte und in der Folge sein eigenes diatonisches Balafon entwickelte, das ihm neue Möglichkeiten und Stile eröffnet. Seitdem führten ihn Tourneen durch Afrika, Europa, den USA, Mittel- und Südamerika.

Daud Khan (Afghanistan/Deutschland)

Daud Khan wurde in Kabul geboren und übersiedelte vor mehr als 20 Jahren nach Deutschland. Er erlernte das Robabspiel noch bei dem bekanntesten Interpreten dieses Instrumentes, Ustad Mohammad Umar in Afghanistan. Heute betrachtet er es als seine dringlichste Aufgabe, die Musiktradition seiner Heimat und besonders den klassischen Stil zu bewahren, da seit der Herrschaft der Taliban zunächst jegliche Musik in seiner Heimat verboten war und es unter den aktuellen politischen Bedingungen extrem schwierig ist, die Musiktradition wieder zu beleben.

Ghadim Sharq Mugam Ensemble (Aserbeidschan)

Das Ensemble widmet sich dem Erbe der klassischen aserbeidschanischen Musikkultur, dem Mugham. Das Mugham wurde 2003 von der UNESCO auf die Liste der „Meisterwerke des immateriellen Weltkulturerbes“ gesetzt. Es ist gleichermaßen Ausdruck einer mindestens sieben Jahrhunderte alten Kunstmusik-Tradition, wie auch archaische musikalische Sprache und musikalisches Gedächnis des aserbeidschanischen Volkes. Ihm zugrunde liegt die künstlerische Idee, die subtilsten gefühlsmäßigen Regungen der menschlichen Seele in ihrer größten Vielfalt auszudrücken. Stilistisch bezeichnet Mugham sowohl instrumentale und gesungene „Melodien ohne Takt“, aber auch auf klassisch-orientalischen Versen basierende gesungene Formen und das instrumentale „Mugham mit Rhythmus“. Alle Stile leben in der zeitgenössischen musikalischen Praxis in Aserbeidschan fort. Mahmud Salah, der künstlerische Leiter des Ghadim Sharq Ensembles (übersetzt: Alter Orient) zeichnet sich durch ein hohes Maß an Versenkung während des Spiels aus. Die Tar von Mahmud Salah ermöglicht Töne zu spielen, die denen anderer klassisch-orientalischer Instrumente wie Santur, Kanoun, Oud, Tanbur und Baglama entsprechen, da sie einen vergrösserten Tonumfang von viereinhalb Oktaven und eine mikrotonale Skala hat.   Mahmud Salah wird von jungen Musikern der Musikakademie Baku begleit

Sidi Goma (Indien)

Die Sidi aus Gujarat sind eine Sufi Stammesgemeinschaft ost-afrikanischer Herkunft, die vor gut acht Jahrhunderten nach Indien kam und sich in Gujarat niederließ. Sie brachten ihre außergewöhnlich reiche musikalische Tradition mit in die neue Heimat und hielten diese über Generationen hinweg lebendig, unbemerkt vom Rest der Welt. Die Sidi Goma treten als 12-köpfiges Ensemble mit vier Hauptmusikern (Trommlern und Sängern) sowie acht Tänzern auf. Sie präsentieren die wesentlichen Aspekte eines traditionellen Sidi Rituals mit Muezzin Gebetsruf und verschiedenen musikalisch-tänzerischen Elementen. Im Zentrum der Aufführung steht das „zikr“ (Gebet), das aus fröhlichen, zum Teil humorvoll-satirischen Tänzen für den Propheten besteht und dazu dient, ihm Freude zu bereiten. Magische Perkussionsrhythmen „sprechen“ das „zikr“ Gebet und unterstützen die Bewegungen der Tänzer, die mit virtuosen, kraftvollen Schritten nach und nach zum ekstatischen Höhepunkt kommen.

 


Offenes Singen

Im Rahmen des Festivals Musica sacra Paderborn 2007 fand ein Offenes Singen für Chöre statt, zu dem verschiedene Ensembles eingeladen wurden.

Unterstützt wurde das Offene Singen vom Kirchenmusik-Referat der Erzdiözese Paderborn, von den Regionalkantoren der evangelischen Kirche und vom Sängerkreis Paderborn-Büren im deutschen Sängerbund.

Das Offene Singen ersetzte den bisherigen Chor-Wettbewerb des Festivals und wird  in 2009 erneut stattfinden.

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