Das Festival Musica sacra Paderborn 2013 hat Halbzeit, aber alles andere als Halbzeitpause.

Bereits seit dem 20. September 2013 erfreut sich die Festivalgemeinde aus Stadt, Land und Region an den täglichen Veranstaltungen der großen Biennale für spirituelle und sakrale Musik.  Allein die große Spirituelle Nacht am vergangenen Wochenende lockte mehrere Tausend Besucher und Besucherinnen zum Festival. Die weiteren Veranstaltungen der ersten Woche erreichten ebenfalls über 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Nahezu ausverkauft war zudem das Konzert der Heavy-Metal-A-cappella-Band Van Canto. Kein Wunder also, dass die Festivalleitung ebenso zufrieden ist wie die Festivalgemeinde begeistert.

Allein, das Beste kommt noch, denn bis am 6. Oktober 2013 das Festival endet, stehen noch die ganz dicken Fische auf dem Programm: Am 2. Oktober 2013 rücken Credo-Vertonungen und literarische Glaubenstexte in den Mittelpunkt, wenn der berühmte Arnold Schoenberg Chor aus Wien unter der Leitung von Erwin Ortner Vertonungen des lateinischen Glaubensbekenntnisses singt und dazu ausgewählte Texte gesprochen werden. Ein fulminantes Oratorium im ehrwürdigen Hohen Dom zu Paderborn, das als Zusammenarbeit des Festivals mit der Hochschule für Musik, Detmold, von der Sparkasse Paderborn-Detmold präsentiert wird.

Und dann steht am 4. und 5. Oktober 2013 in der PaderHalle Paderborn noch das gar nicht so lange finale Monumentalwerk auf dem Programm: „Die Apokalypse nach Johannes“ von Jean Françaix. Das Werk des berühmtesten musikalischen Sohnes der Paderborner Partnerstadt Le Mans gehört zu den selten gespielten Kompositionen der Weltklasse-Musik. Das liegt vor allem daran, dass es nach Größe und Masse verlangt. Einen Chor „so groß wie möglich“ fordert der Komponist – und den bekommt er in Form der gesamten Dommusik Paderborn plus einem Chor der Julianus-Kathedrale Le Mans. Darüber hinaus werden zwei komplette Orchester verlangt – ein himmlisches und ein höllisches – beide Parts übernimmt die Nordwestdeutsche Philharmonie. Die Paderborner Produktion setzt noch eins drauf, indem sie die Musik mit Projektionen und Texteinspielungen begleitet und zu einem musikalisch-visuellen Monumentalereignis macht, das so schnell nicht wieder zu erleben sein wird.

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